Fußball

Souverän zum 2:0 – so wie es sich Rangnick vorstellte!

Es lief im Alphamega-Stadion von Limassol am Samstag mit Ausnahme von zehn Minuten so, wie es sich Teamchef Ralf Rangnick vorstellte. Darum schlug Österreich Zypern viel souveräner als zwei Monate zuvor in Linz und auch höher. Diesmal nicht 1:0 durch einen umstrittenen Elfmeter, sondern 2:0 (1:0) durch einen Doppelpack von Marko Arnautovic. Ausgerechnet in jenem Stadion, in dem er im August mit Roter Stern Belgrad gegen Zyperns Meister Paphos die Teilnahme an der WM-Qualifikation zur Champions League verspielte. Samstag erzielte er seine Teamtore 46 und 47.  Mit dem Ergebnis bestätigte sich Österreich eindeutig als bestes Team der Gruppe: Denn Bosnien und Rumänien gewannen auf Zypern nicht, gaben eine 2:0-Führung aus der Hand. Österreich hingegen geriet Samstag nie in Gefahr, Punkte liegenzulassen.

Rangnick ersetzte den gesperrten Kapitän David Alaba, der vor Anpfiff in der Kabine die letzten Worte an die Mannschaft richtete und offenbar die richtigen fand, im Abwehrzentrum durch Kevin Danso und Philipp Mwene als Linksverteidiger durch Konrad Laimer. Eine Position, auf der er zuletzt bei Bayern München fünfmal aufgeboten wurde. Im zentralen Mittelfeld begann Xaver Schlager trotz aller Bedenken von RB Leipzig erstmals seit dem 2:1 in Bosnien im September. Bemerkenswert: Unter den ersten elf war kein Linksfuß. So wie in Linz ging Österreich durch einen Elfmeter in Führung. Wieder nach einem Foul an Christoph Baumgartner. Diesmal gab´es keinen Zweifel an der Entscheidung. Das Foul des eingebürgerten Brasilianers Anderson Correia an Baumgartner war klar. Arnautovic traf genau ins Eck, ließ Torhüter Fabiano, der nach einer Schulterverletzung im letzten Moment wieder den Vorzug erhielt, keine Chance. Noch vor der Pause hätte Österreich die Führung durch Stefan Posch und Marcel Sabitzer ausbauen können.

Das passierte erst nach 55 Minuten: Nach einem Ballgewinn von Danso tief in Zyperns Hälfte flog der Ball in den Strafraum, sprang hoch auf. Arnautovic nützte das zu einem Gustostückerl: Er schoss nicht, sondern legte mit einem gekonnten Haken um einen Verteidiger den Ball von rechts auf links, schob ihn am Tormann vorbei (Bild). Vor dem Sektor mit den 1700 österreichischen Fans, die für eine Heimspielatmosphäre sorgten. Nach einer Stunde holte Rangnick Arnautovic und Xaver Schlager vom Rasen, um sie für Dienstag zu schonen, brachte Michael Gregoritsch und Patrick Wimmer.  Österreich spielte den Sieg, den vierten in der Qualifikation ohne Gegentor, souverän heim. Rangnick war zufrieden mit einem „wichtigen Zeichen“, für Laimer war es der zweite Sieg in diesem Stadion, mit dem er seiner ersten WM ganz nahe kam. Mit Bayern deklassierte er dort in der Champions League Paphos 5:1.

Foto: ÖFB/Christopher Kelemen.

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