Geheim bleiben die Schiedsrichter-Besetzungen für die letzten drei Spiele im Kampf gegen den Abstieg am Freitag und um den Meistertitel am Samstag. Anders als gewohnt gab sie die Bundesliga diesmal nicht bekannt. Was das bringt? Das Schlusslicht Austria Klagenfurt muss Freitag daheim gegen Hartberg mehr Punkte machen als der Vorletzte Altach beim LASK, um den Abstieg in die zweite Liga zu verhindern. Die Violetten aus Klagenfurt könnten theoretisch punktegleich mit WSG Tirol oder dem GAK, die in Innsbruck aufeinandertreffen, sein. Ist dies bei Tirol der Fall, steigt Klagenfurt auf Grund der direkten Duelle ab, beim GAK würde es die Rettung bedeuten. Aber die Partie am Innsbrucker Tivoli riecht verdächtig nach Unentschieden, da ein Punkt beide in der Bundesliga hält.
Der LASK und Harberg treffen drei Tage später, am kommenden Montag, im Semifinale des Play-offs um einen Europacupplatz im Linzer Stadion aufeinander, der Sieger bestreitet die zwei Finalpartien gegen Rapid. Ob die Trainer Max Ritscher und Manfred Schmid deshalb einige Spieler schonen werden? Beim LASK werden Freitag schon fünf Spieler verabschiedet. Kapitän Philipp Ziereis kündigte bereits vor einer Woche seinen Abgang an, außer ihm werden kommende Saison Innenverteidiger Hrvoje Smolcic, Ex-Rapidler Filip Stojkovic sowie die Mittelfeldspieler Branko Jovicic und Ivan Ljubic nicht mehr den LASK-Dress tragen. Hartberg beklagt einen Ausfall, der weh tut: Salzburg-Leihgabe Justin Omoregie erlitt im Training einen Achillessehnenriss, musste operiert werden.
Sturm bangt vor seinem ausverkauften „Finale“ gegen Wolfsberg um den am Oberschenkel verletzten Kapitän Ion Gorenc Stankovic, der von Wolfsberg, Innenverteidiger Domink Baumgartner, fällt ebenso aus wie der zentrale Mittelfeldspieler Simon Piesinger. Der italienische Transferexperte Fabrizio Romano lüftete das Transfergeheimnis der Grazer: Österreichs Meister wird beim Schweizer Titelträger kaufen, beim FC Basel. Laut Romano handelt es sich um den 19 jährigen französischen Offensivspieler Axel Kayombo (Bild), der letzte Saison an den Zweitligisten Lausanne Sports verliehen war, in 28 Spielen zehn Tore erzielte. Laut Romano ist Sturms Sportchef Michael Parensen bereit, für Kayombo zwei Millionen Euro Ablöse zu bezahlen. Der Franzose soll einen Vierjahresvertrag bekommen