Fußball

Tief verteidigen ist die violette Pflicht und Hoffnung! Jaissle fehlt wegen Corona

Man kann es fast nicht glauben, aber seit 21. März ist die Wiener Austria in der Generali-Arena ungeschlagen. Seit dem 2:3 gegen Wolfsberg in der letzten Runde des Grunddurchgangs der vergangenen Saison.  Fünf Siege und sieben Unentschieden gab es in sieben Monaten. Wenn es gelingt, diese Serie auf 13  Spiele auszudehnen, dann wäre dies fast etwas Ähnliches wie eine Krönung: Denn Samstag gastiert Red Bull Salzburg am Verteilerkreis. Nicht zu verlieren wäre sozusagen wie ein Bonuspunkt im Kampf um einen Platz unter den ersten sechs. Bei der die Austria voll in der Verlosung ist, wie Trainer Manfred Schmid  zufrieden konstatierte. Allerdings spricht vielmehr für den überlegenen Tabellenführer: Acht Siege und ein Unentschieden in den letzten neun Duellen gegen die Austria, in der Bundesliga saisonübergreifend 19 Spiele ohne Niederlage. Dass der Dienstag, Salzburgs erste Niederlage dieser Saison in der Champions League bei Wolfsburg, noch Wirkung zeigt, kann sich Schmied nicht vorstellen. Kollege Manfred Jaissle schloss dies sogar kategorisch aus.

Die Austria kann für sich in Anspruch nehmen, die erste Mannschaft gewesen zu sein, die zeigte, wie man Salzburgs junge Himmelstürmer etwas einbremsen kann. Tief verteidigen hieß am 8. August in der Red Bull-Arena die Devise. Bis zur 72. Minute stand es 0:0, ehe Karim Adeyemi für das Goldtor sorgte. Adeyemi, der in den deutschen Teamkader für die Spiele gegen Liechtenstein und Armenien berufen wurde. Gemeinsam mit Lukas Nmecha, Wolfsburgs Siegestorschützen gegen Salzburg. Noah Okafor, der Schweizer Sturmpartner von Adeyemi bei Salzburg, schaffte nach zwei Jahren das Comeback im Schweizer Teamkader.

Seit dem 0:1 verlor die Austria in der Punktejagd nur noch vor einem Monat in Wolfsberg, ansonst nicht mehr, holte in zehn Runden 15 Punkte. Talente aus der eigenen Akademie wie Matthias Braunöder, Muharem Huskovic und Can Keles schafften den Sprung in die Mannschaft. Anzunehmen, dass die Austria ähnlich wie beim 0:1 an die Dinge herangehen wird, um die Heimserie zu verteidigen: Das heißt Fünferabwehr, zumal der letzte Runde in Innsbruck ausgefallene Lukas Mühl wieder dabei ist. Und davor noch als Abfangjäger die deutsche Zweikampfmaschine Eric Martel (Bild oben).

Für eine Routinier, den 26 jährigen Manfred Fischer, wird es ein Jubiläum. Sein 100. Spiel in der Bundesliga. Sein erstes Tor erzielt der Steirer übrigens vor drei Jahren im Altach-Dress gegen die Bullen. Bei Salzburg könnten der neue Freistoßkünstler Max Wöber (am Sprunggelenk verletzt) und Stürmer Benjamin Sesko (muskuläre Probleme im Oberschenkel) ausfallen, aber das wird der Meister im Duell der besten Defensivabteilungen der Liga wegstecken können: Salzburg bekam bisher nur neun Tore, Austria zwar sieben mehr, aber weniger als die zehn anderen Klubs. Sicher fehlt dabei Jaissle. Er hatte Freitag Mittag einen positiven Corona-Test, musste in häusliche Quarantäne. Seine Aufgaben übernimmt Samstag Assistent Florens Koch.

Foto: FotobyHofer/Christian Hofer.

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