Eishockey

Vienna Capitals entwickeln sich so, wie es sich Stewart vorstellt

Drei Siege in  sieben Tagen machten es möglich: Die Vienna Capitals sind nach elf Runden der ICE League dort, wo sie auch im Februar nach den 42 Spielen des Grunddurchgangs anders als in den letzten Jahren sein wollen: Unter den ersten sechs und damit direkt für das Viertelfinale in den Play-offs qualifiziert. Der erste Sieg gelang gegen Pustertal, den Finalisten der letzten Saison, mit 3:2  (0:0, 1:1, 2:1), wobei alle drei Tore im Powerplay erzielt wurden. Das Powerplay rettete nicht zum ersten Mal in dieser Saison, das spricht auch für die Arbeit von Trainer Mike Stewart. Kein Powerplaytor gelang vier Tage später beim nächsten 3:2 (1:1, 1:0, 1:1), das in Klagenfurt gegen den KAC  gelang. Dort erzielte Seena Peeters gegen seinen Ex-Klub die Führung. war der schwedische Tormann Adam Reineborn wie gewohnt der große Rückhalt: 28 Saves, Fangquote von 93,33 Prozent. Unter 90 Prozent lag sie beim Schweden bisher nur selten. 92 Prozent betrug sie 24 Stunden später auf eigenem Eis beim  4:2 (2:0, 1:1, 1:1) gegen den bisher sieglosen Letzten Pioneers Vorarlberg, bei dem Peeters (Bild) ein Doppelpack zur 2:0-Führung gelang. Auch dabei benötigten die Capitals kein Powerplaytor, sie gaben 53 Torschüsse ab.

„Der Trend ist schon in Ordnung“, freute sich Stewart, „wir sind in jedem Spiel einen Schritt besser geworden, so will ich das haben“. Für Gesprächsstoff sorgte zudem noch die wundersame Heilung des 30-jährigen kanadischen Verteidigers Nelson Nogier. Mittwoch hieß es noch, er müsse sich wegen einer Oberkörperverletzung einer Operation unterziehen. Freitag spielte er in Klagenfurt. Das Geheimnis dabei: Die Verletzung kann durch Spieleinsätze nicht schlimmer werden. Da Nogier das „Schmerzmanagement“ im Griff hat, meldete er sich zurück, kam auch Samstag zum Einsatz.

Nächster Gegner der Capitals sind Mittwoch auswärts die Linzer Black Wings, die Freitag mit einem 6:0 in Salzburg erstmals seit November 2023 Tabellenführer waren. Spricht für den einzigen österreichischen Head Coach in der Liga und seit bei den Black Wings das sportliche Sagen hat: Philipp Lukas, ein gebürtiger Wiener, dessen Spielerkarriere beim WEV begann. Die Freude dauert nur zwei Tage, bis zum 0:5 (0:1, 0:2, 0:2) in Bozen am Sonntag. Die Sieger eroberten auch Platz eins. Bei Salzburg gilt der neue Trainer Alan Letang schon als angezählt. Denn nur Vorarlberg liegt in der Tabelle hinter den „Bullen“.

 

Foto: Vienna Capitals/Johann Pittner.

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