Fußball

Vier Joker retteten Titelverteidiger LASK! Erst 14. Elfmeter entschied Tiroler Cupderby

Das Achtelfinale schien für Cupverteidiger LASK bereits die Endstation zu sein. Im Oberösterreich-Derby gegen Ried, das er in der Bundesliga vor zweieinhalb Monaten 4:1 gewonnen hatte, lagen die Linzer vor 14.000 Zuschauern  bis zur 84. Minute 1:3 zurück, retteten sich noch ins Nachspiel, kamen dann mit 5:4 (3:3, 3:3) weiter. Die Rettung für den LASK bedeuteten vier Joker, die Trainer Didi Kühbauer ins Spiel brachte. Nach 63 Minuten Xavier Mbuyamba, Robert Ljubicic und Moses Usor, nach 72 Minuten Samuel Adeniran. Sie erzielten die vier Tore, die das K.o. des LASK verhinderten, für ein Happy End sorgten. Ried war zunächst die effizientere Mnanschaft, ging entgegen dem Spielverlauf durch Yussuf Maart in Führung. Zwei Minuten nach der Pause bedeutete ein Kopftor des Schweden Isaac Thielin nach Flanke von Stefan Schwab, der abseits stand (im Achtelfinale gibt es aber noch keinen VAR) das 0:2. Der LASK antwortete rasch durch den Kopfball von Innenverteidiger Alemao Tornich zum 1:2 .

Die Wechsel brachten dem LASK neuen Schwung, aber mit den Jokern fiel das 1:3 durch den zweiten Treffer des Südafrikaners Maart. Da glaubte Rieds Trainer Mario Despovotic, den Lenker Stefan Schwab risikolos austauschen zu können. Ein Irrtum. Robert Ljubicic köpfte nach 84 Minute das 2:3, in der letzten Aktion der Nachspielzeit sorgte der Gewaltschuss von Innenverteidiger  Mbuyamba aus 18 Metern nach Vorarbeit von Kapitän Sascha Horvath für Ausgleich und Nachspiel. In dem Moses Usor (Bild) nach 111 Minuten für die erste LASK-Führung sorgte. Mit dem 5:3 durch Adeniran schien alles gelaufen, doch Ried gab nicht auf, verkürzte durch Philipp Pommer auf 5:4. Dann war Schluss mit der mitreißenden Werbung für Fußball. Kühbauer freute sich über den Kraftakt: „Ein bisschen Glück, dass wir noch ins Nachspiel kommen. Die Mentalität meiner Mannschaft war wieder überragend! Es wäre hart gewesen, auszuscheiden!“

Auch Josef Pröll, der Aufsichtsratsvorsitzende des ÖFB,  ließ sich das Tiroler Cupderby im ausverkauften Innsbrucker Tivoli nicht entgehen. Das wurde wie am Dienstag  das Duell zwischen Austria und Hartberg erst im Elfmeterschießen entschieden. Wie in Wien für die Gastmannschaft. Das war die WSG Tirol aus Wattens: 2:2 (1:1, 1:1) nach 120 Minuten , dann durch ein 4:3 im Elfmeterschießen unter die letzten acht. Der Siebte der Bundesliga bot gegen Wacker Innsbruck, den Siebten der zweiten Liga, eine schwache Leistung, ging zwar zweimal in Führung, aber der Innsbrucker Traditionsklub glich zweimal aus. Zunächst in der ersten Hälfte, dann in der Verlängerung. Tirols Joker Thomas Sabitzer traf zum 2:1, der ebenso erst eingewechselte Waliser Gabriele Biancheri, der aus der U 21 von Manchester United zu Wacker Innsbruck kam, bezwang jedoch Tirols Keeper Salko Hamzic per Kopf. Wacker war lange Zeit die aktivere Mannschaft, die aber in der Penaltyentscheidung vier von sieben Elfmetern vergab. WSG Tirol einen weniger. Entschieden hat der 14. Elfmeter. Den schoss Christopher Weinzierl vier Tage nach seinem 19. Geburtstag so schwach, dass ihn Bosniens neuer Teamtormann Hamzic halten konnte. Den 13. Elfmeter verwandelte zuvor Moritz Oswald, die Rapid-Leihgabe, was die Entscheidung war.

Mehr Mühe als erwartet hatte Red Bull Salzburg beim Elften der zweiten Liga, Schwarz-Weiß Bregenz, um mit 3:2 (2:1) aufzusteigen. Die Vorarlberger begannen mit nur einem Österreicher, aber unter Einfluß des japanischen Finanziers Takashi Okuri., der auch Sportvorstand ist, mit vier Japanern und sechs Brasilianern. Salzburgs Trainer Danny Röhl änderte die Mannschaft gegenüber dem 3:1 beim LASK an neun Positionen, der erste Angriff brachte die Führung durch Karim Konate. Nach dem Ausgleich sorgte Yorbe Vertesssen für die Pausenführung, mit dem Kopftor von Stefan Lainer schien alles gelaufen, doch nach dem Anschlusstor wackelte Salzburg.

Im Viertelfinale sind außer LASK, Salzburg und WSG Tirol auch Rapid, Hartberg, Altach und als einziger Zweitligist Hertha Wels. Der achte Teilnehmer wird am Donnerstag zwischen Austria Lustenau und Sturm Graz ermittelt. Bei Sturm sind Trainer Fabio Ingolitsch und Verteidiger Arjen Malic gesperrt.

Foto: LASK.

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