Fußball

Vier Spiele in elf Tagen sind für Xaver Schlager normal nicht schwerst am Limit

Nicht kleinreden, aber auch nicht überschätzen: dieses Fazit drängt sich nach den ersten vier Nations League-Spielen von Österreich nach der WM auf. Aus Teamchef Ralf Rangnick sprach auch Zuffriedenheit,  weil sich  neue Spieler aufdrängten.  Das gilt mit Christoph Lang, dem Torschützen von Pristina, auch für eine Offensivposition. Zum Teil auch für Junior Adamu bei seinem Comeback mit seiner Leistung beim Heimsieg gegen den Kosovo. Fünf Spieler kamen in allen vier Partien zum Einsatz: Xaver Schlager, Sasa Kalajdzic, Nicolas Seiwald, Patrick Wimmer und Romano Schmid. Xaver Schlager war von ihnen der einzige, der keine Minute versäumte.  Von den Spielern, die bei der WM dabei waren, gelang ihm die größte Steigerung im Vergleich zu den Partien gegen Jordanien, Argentinien, Algerien und Spanien. Darum kam es etwas unerwartet, dass der Mittelfeldmotor aus Ärger über den schlechten Rasen im Stadium Fadil Vokkri seinem Frust freien Lauf ließ. Mit dem Sager, dass es besser wäre, daheim zu bleiben, statt vier Spiele in elf Tagen zu bestreiten. Das sei schwerst am Limit. Dameinte meinte er  sicher, Spiele auf diesem Terrain. Ansonst ist es aber ein Pensum, dass normal zu verkraften ist, auch Xaver Schlager in seiner Zeit bei Wolfsburg und RB Leipzig schon bewältigte, als der Klub auch in einem Europacupbewerb vertreten war.  Das ist diese Saison bei Nottingham nicht der Fall. Da bleibt es bei Premier League und FA-Cup, aus dem Ligacup ist Nottingham bereits ausgeschieden,.

Mit vier Spielen in elf Tagen werden bis zum nächsten Teamtreff im November  gleich zwölf aus Rangnicks Kader leben müssen: Die Salzburger Christian Zawieschitzky und Nikolas Veratschnig, Florian Wiegele mit Viktoria Pilsen, Kevin Danso mit Sunderland, Philipp Lienhart mit Freiburg, Felix Bacher mit Lyon, Alexander Prass mit Hoffenheim,  Konrad Laimer mit Bayern, Sasa Kalajdzic und Christoph Lang mit dem LASK, Paul Wanner mit PSV Eindhoven und Patrick Wimmer mit Hoffenheim. Für den überzeugenden Alexander Schlager könnten die Zeiten auf der Ersatzbank von Werder Bremen in der Bundesliga vorerst vorbei sein: Karl Hein, sein Konkurrent um die Nummer eins, hatte im Training bei Estlands Team muskuläre Probleme, war nicht einsatzfähig, kehrte Sonntag nach Bremen zur Behandlung zurück. Daher könnte Schlager Freitag in Dortmund sein erstes Bundesligaspiel für die Grün-Weißen aus dem Norden Deutschlands bestreiten. Hält er so gut wie Sonntag bei seinem 32. Länderspiel, wird es Bremens Trainer Daniel Thioune schwer fallen, ihn wieder auf die Bank zu setzen.

Foto: APA/Helmut Fohringer.

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