Fußball

Von Hexenkessel keine Spur: Sturm Graz kam nie in Gefahr

Von einem Hexenkessel im ausverkauften Tynecastle Park von Edinburgh war nichts zu merken. Sturm Graz kam im strömenden Regen nie in Gefahr, gegen den schottischen Vizemeister Hearts den Viertorevorsprung aus dem Hinspiel zu vergeben, gewann wieder ohne Gegentor 2:0 (0:0), stieg mit dem Gesamtscore von 6:0 souveräner als nach der Auslosung erwartet in die dritte Runde auf. Trainer Fabio Ingolitsch (Bild) kann zufrieden sein. Jetzt hat Österreichs Bundesliga mit Sicherheit zwei Teams in der Ligaphase eines europäischen Bewerbs. Zumindest in der Europa League. Wenn Meister LASK in den Playoffs der Qualifikation zur Champions League ,Sturm Graz in der dritten Runde an Gornik Zabrze oder Fenerbahce Istanbul scheitern sollte. Sturms Gegner wird Mittwochabend in Kattowitz ermittelt, in Istanbul gewann Fenerbahce 1:0. Egal, wer aufsteigt,  für Sturm wird die Aufgabe schwerer als die gegen Hearts.

Sturm begann mit der gleichen Startelf wie eine Woche zuvor beim 4:0 in Graz, Otar Kiteishvili blieb auf der Bank. Wurde aber nicht zur  zweiten Hälfte eingewechselt. Szymon Wlodarczyk vergab nach einem schottischen Abwehrfehler die große Führungschance, als Seedy Jattaa nach Vorarbeit von Jacob Hödl traf, ließ der lettische Referee Andris Treimanis nach VAR-Intervention das Tor nicht gelten. Wegen eines angeblichen Fouls von Jatta. Nach 69 Minuten war alles klar: Simon Seidl, der Bruder des Rapid-Kapitäns, traf nach einer Kopfballvorlage von Kapitän Ion Gorenc Stankovic vor dem Sektor mit den 500 Sturm-Fans genau ins lange Eck. Eine Minute zuvor verhinderte Wslodarczyk nach einem Eckball mit einer Rettungstat auf der Linie die Führung der Schotten. Vier Minuten nach der Führung folgte das 2:0. Das erste Tor von Linksverteidiger Emran Soglo nach einer Ballstafette  über Hödl und Wlodarczyk. Somit haben Sturm und LASK je 4,3 Millionen Euro sicher. Das ist das Startgeld in der Europa League. Ein Sieg in der Ligaphase bringt 450.000 Euro, ein Unentschieden 150.000. Die Qualifikation für die Königsklasse würde mehr als das Vierfache bedeuten: 18,62 Millionen Startgeld, 2,1 Millionen für den Sieg, 700.000 für ein Remis.

Viel spannender als in Edinburgh war es in Zagreb zwischen Kroatiens Serienmeister Dinamo und dem FC Thun: Zur Pause führten die Schweizer 2:0, nach der roten Karte für den Schweizer Kapitän Bürki in der 67. Minute glich Dinamo aus. Nach dem 1:1 im Hinspiel daher Verlängerung,  in der 112. Minute fiel das 3:2 zum Aufstieg von Dinamo Zagreb. Ex-Rapidler Dion Beljo erzielte das erste Tor für Dinamo, der Ex-Rapidler bei Thun, Furkan Dursun, spielte bis zur Pause.

Foto: Yigit Oerme.

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