Fußball

Von Wolfsberg in die Europa League: Polster hält künftig bei NEC Nijmegen

Sonntag rettete Nikolas Polster Wolfsberg gegen Red Bull Salzburg einen Punkt. Quasi als Abschiedsgeschenk an die Kärntner. Denn Montag begann die Legionärskarriere des 24-jährigen Torhüters,die er anstrebte. Zwar nicht in einer der fünf europäischen Topligen, aber bei einer Mannschaft, die letzte Saison zweimal Hollands Meister PSV Eindhoven bezwang und fix in der Ligaphase der Europa League spielen wird. Dienstag kann NEC Nijmegen gegen Olympiakos Piräus noch ins Play-off der Champions-League-Qualifikation kommen. Das Hinspiel in Athen endete 0:0.

Der Dritte der letzten Saison in der Eredivisie hinter PSV Eindhoven und Feyenoord ist demnach eine gute Adresse. Präsident Ron van Oijen hat mit dem Klub aus der 190.000-Einwohner-Stadt nahe der Grenze zu Deutschland große Pläne. In dieser Transferzeit wechselte bereits ein Spieler aus Österreichs Bundesliga zu Nijmegen: Salzburgs dänischer Stürmer Clement Bischoff auf Leihbasis. Polster wird hingegen fix erworben. Sein Vertrag in Wolfsberg lief nur noch ein Jahr, dennoch wird er den Kärntnern eine siebenstellige Summe bringen. Nijmegen beobachtete Polster bereits seit Monaten, gilt als offensiv ausgerichtete Mannschaft. Polster beeindruckte die Scouts auch durch seine Qualitäten beim Mitspielen mit dem Fuß. Trainer ist der 55-jährige Dirk Schreuder, der früher unter seinem Bruder Alfred Co-Trainer bei Hoffenheim war, danach bei Vitesse Arnheim Assistent von Ex-Salzburg-Trainer Thomas Letsch. Bei Nijmegen ist er seit einem Jahr, er arbeitete auch eine Saison in Spanien bei Castellon. Ein bekannter Name in Nijmegens Mannschaft ist der Serbe Dusan Tadic. Der Kreativgeist spielte unter anderem unter Ralph Hasenhüttl bei Southampton, danach auch bei Ajax Amsterdam und Fenerbahce. Polster stellt sich dem Duell mit der Nummer eins von Nijmegen, dem 26-jährigen Argentinier Gonzalo Crettaz. Sein Nachfolger in Wolfsberg? Vorerst Polsters Ersatz, der 26-jährige Lukas Gütlbauer. Ein Thema bleibt dazu der 23-jährige Israeli Lion Glicklich. Er ist auch Österreicher, spielt derzeit beim Zweitligisten Maccabi Brei Reineh.

Einen Transfer gab es auch um Österreichs U-21-Teamspieler Christopher Olivier: Bröndby Kopenhagen, die Mannschaft von Teamtorhüter Patrick Pentz, holte den Rechtsverteidiger für eine Million Ablöse vom VfB Stuttgart, wo Olivier zuletzt in der zweiten Mannschaft spielte. Stuttgart sicherte sich aber das Rückkaufsrecht um 7,5 Millionen. Der Vorarlberger bekam bei Bröndby einen Vierjahresvertrag.

Foto: Gepa/Admiral.

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