Fußball

Vor Genk noch WSG Tirol und Hartberg

Seit Donnerstag Abend hat Fußball-Salzburg nur ein Thema: Das Traumlos in der Champions League mit Titelverteidiger FC Liverpool, Napoli und Belgiens Meister Genk. Geschäftsführer Stephan Reiter versicherte, es sei im Trainingszentrum Taxham noch nie zuvor so laut gewesen wie in dem Moment, in dem  auf dem TV-Schirm zu sehen war, wie Tschechiens Weltklassekeeper Petr Cech im Grimaldi-Forum von Monaco Österreichs Meister in die Gruppe mit Liverpool und Napoli schickte. Die netten Kommentare aus Liverpool von Trainerguru Jürgen Klopp, der feststellte, Red Bull Salzburg sei keine kleine Mannschaft und mit der Euphorie um ihre Premiere in der Königsklasse durchaus gefährlich, taten ein übriges. Am 2.Oktober gastieren die Salzburger an der Anfield Road bei ihren ehemaligen Stars Sadio Mane und Naby Keita, erst am 10. Dezember zum Abschluss der Gruppenphase kommt Liverpool in Salzburg.

Am Dienstag, den 17.September, beginnt um 21.00 Uhr das große Abenteuer mit dem ersten von drei ausverkauften Heimspielen gegen Genk. Aber davor gibt´s noch zweimal den „grauen Alltag“ in der Bundesliga: Samstag am Innsbrucker Tivoli gegen Aufsteiger WSG Swarovski Tirol, der sich auf seine bisher beste Kulisse in der Bundesliga freuen darf und dann nach der Länderspielpause am 14.September das Heimspiel gegen Hartberg. Wird kein leichter Job für Jesse Marsch, die Champions League-Euphorie zu verdrängen, zuvor den Fokus der Mannschaft auf Tirol und Hartberg zu legen. Der Amerikaner kann in Innsbruck den Salzburg-Rekord von Adi Hütter einstellen, der als bisher einziger Trainer seine ersten sechs Spiele mit den Bullen gewann. Und Erling Haaland würde den ehemaligen Torjäger Jonathan Soriano übertreffen, wenn er im fünften Match hintereinander trifft. Dann wäre der junge Norweger Rekordhalter. Aus familiären Gründen fehlt in Innsbruck Takumi Minamino. Im Schatten der Champions League-Ausloung verlängerte der Meister den Vertrag mit dem 21jährigen Mittelfeldspieler Youbou Diarra bis 2024, verlieh aber den Mali-Legionär, der im Herbst 2018 bei Hartberg bis zum Kreuzbandriss überzeugt hatte, an den deutschen Kult-Zweitligisten St. Pauli. Linksverteidiger Gideo Mensah, im Frühjahr bei Sturm, soll sich in Belgien bei Waregem weiter entwickeln.

Von Liverpool und Napoli weiß man in Salzburg praktisch alles, Italiens Vizemeister gastiert Samstag Abend in Turin bei Titelverteidiger Juventus zum Topschlager der Serie A. Genk bleibt vorerst eher die große Unbekannte. Eine Multi-Kulti-Truppe. Der neue 53jährige Trainer Felice Mazzu hat 19 Legionäre aus 16 verschiedenen Ländern in seinem Kader. Aus Brasilien, Kolumbien, Australien, Japan, Ghana, dem Kongo, Nigeria, Tansania,  Dänemark, Finnland, Schweden, Norwegen, Rumänien, der Slowakei und Polen. Genk liegt in der Meisterschaft nach fünf Runden auf Platz sechs, hat drei Punkte Rückstand auf Tabellenführer Standard Lüttich. Beim letzten 1:0-Heimsieg gegen Anderlecht standen in den Startelf der Finne Jere Uronen und der 21jährige Kolumbianer Jhon Lucumi in der Abwehr, im Mittelfeld drei 21jährige, der  Pole Jakub Piotronski, der Norweger Sander Berge und der  Ghanese Josef Paintsil, dessen Bruder Seth bei Admira spielt, im Angriff der Japaner Junya Ito und Goldschüze Mbawa Samattaaus Tansanien. Beide sind 26 Jahre alt.

Auch Genk sieht sich offenbar wie Salzburg aus Ausbildungsklub für junge Spieler. Am 17. September könnte es  zu einem norwegischen Duell (Haaland ggen Berge) und zu einem japanischen (Minamino oder Okagawa gegen Ito) kommen. Wird auf jeden Fall spannend. Ein Heimsieg wäre der ideale Auftakt, der erste Schritt in Richtung Platz drei.

Foto: Red Bull Salzburg.

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