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Weiter Letzter: Die Fans riefen „wir wollen die Austria siehen“

Die zweite Heimniederlage ohne erzieltes Tor in fünf Runden prolongierte das violette Tief: Mit dem verdienten 0:1 (0:0) im Nachtragspiel gegen WSG Tirol blieb die Wiener Austria mit nur drei erzielten Toren in fünf Runden am Tabellenende. Dabei kamen mit 11 151 Zuschauern um 3000  mehr als letzten Donnerstag beim 0:0 gegen Braga, als es um ein Ticket für die Conference League ging. Aber am Ende gab es miese Stimmung, ertönten von der Fantribüne Pfiffe und „wir wollen die Austria sehen“-Sprechchöre. Für die Tiroler war es der zweite Auswärtssieg ohne Gegentor hintereinander. Die letzten acht Auswärtsspiele gegen die Austria hatten mit Niederlagen geendet, bei den letzten vier war kein Tor gelungen.

Austrias Trainer Stephan Helm stehen nach dem Fehlstart schwere Wochen bevor. Er änderte die Mannschaft nach dem 1:4 in Salzburg an sechs Positionen: Nur Tormann Samuel Sahin-Radlinger, Aleksandar Dragovic, Reinhold Ranftl (Bild), Vasilje Markovic und Joachim Eggestein behielten ihren Platz, neu hinein kamen die Innenverteidiger Johannes Handl und Jonas Feddeersen, Linksverteidiger Taeseok Lee, im Mittelfeld Florian Wustinger und Kapitän Manfred Fischer und Kelvin Boateng als zweite Spitze. Gebracht hat das wenig. Die Austria wirkte harmlos, gab erst nach 37 Minuten  den ersten Torschuss  ab, WSG Tirol war die gefährlichere Mannschaft. Die Austria hatte zwei Tage weniger Pause vor dem Spiel als die Sieger – ob das eine Rolle spielte? Mehr Aggressivität brachte WSG Tirol auf den Rasen, bei dem Rückkehrer Matthäus Taferner in der 59. Minute eingewechselt wurde.

Abwehchef Marco Boras hatte alles im Griff, Rapid-Leihgabe Moritz Oswald stand als linker Flankenspieler, der in Ballbesitz ins zentrale Mittelfeld wechselte, den Austria-Angriffen über Ranftl oft im Weg. Es fehlten Ideen, um Tirol ins Wanken zu bringen. Das einzige Tor fiel in der  66. Minute nach einem Eckball von Nikolai Baden Frediksen, den er von rechts mit links schoss. Der lange Boras kam zum Kopfball Richtung langes Eck, mit Drew Murray verlängerte  ihn ein weiterer Innenverteidiger. Das erste Bundesligator des 20-jährigen Kaliforniers. Danach kam Tirol dem zweiten Tor näher als die Austria dem Ausgleich. Nur ein Ranftl-Kopfball zwang Tormann Salko Hamzic zu einer starken Reaktion. Auch die Joker Kang-Hee Lee, Julian Hettwer und Sanel Saljic brachten wenig. Erst in der Nachspielzeit schien mit vollem Risiko das 1:1 möglich – aber der nach vorne gestürmte Sahin Radlinger kam nicht zum Ball.

In den hinteren Tabellenregionen tat sich transfermäßig noch etwas: Ried holte mit dem 31-jährigen Kroaten Luka Capan, der in seiner Heimat letztes Jahr mit Rijeka Überraschungsmeister war, einen neuen Innenverteidiger. Ein anderer wechselte von Ried zum GAK: Der 36-jährige Michael Sollbauer, in den ersten fünf Runden nicht im Kader, bekam einen Einjahresvertrag. Sollbauer ist der sechste Innenverteidiger im Kader der Grazer. Trainer Gerald Scheiblehner kündigte an, dass der Oldie eine zentrale Rolle als Leader bekommen wird.

Foto: Gepa/Admiral.

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