Fußball

Weiter ohne Burgstaller: Auch mit seinen Toren konnte Rapid Lustenau nicht besiegen

Ein, zwei Tage brauchte Rapids Trainer Zoran Barisic (Bild),  um nach der Derby-Enttäuschung wieder in die Spur zu finden. Da ging er lieber nicht in die Öffentlichkeit, blieb daheim. Alle Fehler, die in den 41 Minuten mit zwei Mann mehr begangen wurden und die verhinderten, dass endlich wieder ein Sieg in Derby gelang, wurden intern mit der Mannschaft aufgearbeitet, wie es so schön heißt. Die Nachricht, auf die alle Rapid-Fans so sehnlich warteten, konnte er Donnerstag nicht verkünden: Es wird Samstag beim Schlusslicht Austria Lustenau im grün-weißen Duell kein Comeback von Guido Burgstaller geben. Der Schützenkönig der vergangenen Saison macht zwar das Mannschaftstraining mit, fühlte sich selbst aber noch nicht bei hundert Prozent, um der Mannschaft helfen zu können. Das nächste Comeback-Ziel für den Kapitän ist nach der Länderspielpause das Heimspiel gegen Austria Klagenfurt in zwei Wochen.

Letzte Saison konnte Rapid selbst mit Burgstaller-Toren den Aufsteiger Lustenau nicht bezwingen. Wie soll sich das diesmal ohne ihn gelingen? Beim 1:1 in Hütteldorf erzielte er den Führungstreffer, nach seinem Austausch fiel der Ausgleich. Das 3: 3 im Reichshofstadion war das wildeste Spiel der letzten Saison, Burgstaller erzielte nach der Pause zunächst den Ausgleich zum 1:1, in der Nachspielzeit den zum 2:2. Vier Minuten später ging Lustenau aus einem Elfmeter 3:2 in Führung,  in der 100. Minute schoss Bernhard Zimmermann das 3:3. Ein Glück, dass der steirische Referee Christian Petru Ciochirca so lange spielen ließ. Zimmermann ist an Wolfsberg verliehen. Rapid braucht Samstag daher „neue“ Torschützen in Lustenau. Wer kann das sein?

In Lustenau gewannen in dieser Saison bisher alle Gäste. Die Wiener Austria macht den Anfang, danach folgten Sturm Graz, Altach, WSG Tirol und zuletzt Red Bull Salzburg. Wenn die Serie der Lustenauer Heimniederlagen Samstag zu Ende gehen sollte, dann wird der Spott für Grün-Weiß nicht zu überbieten sein. Barisic weiß, dass Rapid praktisch nichts gewinnen kann: „Diesen Druck haben wir doch öfters. Wir brauchen viel Mut und Elan“. So wie Rapid muss auch Lustenau seinen Torjäger in Person von Lukas Fridrikas verletzt vorgeben. Umstellungen bei Rapid? Barisic überlegt, ob mehr Routine und Erfahrung, der Mannschaft in der angespannten Situation gut tun würde. Sollten die Umstellungen auf Kosten von Nicolas Sattlberger und Moritz Oswald gehen, wäre es allerdings ein Fehler.

Foto: Mario Urbantschitsch.

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