Einen Tag nach der Rückkehr aus dem Trainingslager in Benidorm bezog Rapid im zweiten Vorbereitungsspiel unter Trainer Hoff Thorup die erste Niederlage. Dem Dänen gefielen beim 0:2 (0:1) gegen Ungarns Tabellenführer Györ nur die ersten 30 Minuten. Der Rest gab ihm zum Nachdenken: Zu wenige Chancen kreiert, nicht kompakt in der Defensive. Thorup tauschte zur Pause nur den Tormann (für Niklas Hedl kam Paul Gartler), einen Innenverteidiger (für Serge Raux-Yao, der mit einem Eigentor Györ knapp vor der Pause in Führung brachte, kam Ange Ahoussou) und den Mittelstürmer (Janis Antiste statt Claude Mbuyi). Auffällig an der Startelf: Dominik Weixelbraun erneut linker Verteidiger, Matthias Seidl vorne am Flügel sicher nicht auf der richtigen Position, Daniel Nunoo aus der zweiten Mannschaft dabei. Naxh 63 Minuten gab es dann weitere acht Wechsel, spielte auch der vom Afrika-Cup zurückgekehrte Martin Ndzie. Furkan Demir ist bei Thorup offenbar nur die Alternative zu Bendegüz Bolla als rechter Verteidiger. Eigentlich wäre Demir auch links die beste Variante. Das hat er im Herbst schon gezeigt.
Nicht dabei waren am Sonntag die angeschlagenen Louis Schaub und Ercan Kara sowie erneut Nikolaus Wurmbrand. Der 20 jährige trainiert weiterhin nur individuell (Bild). Wie lange muss er noch geschont werden? Die Bilanz des größten Talents in dieser Saison gibt zu denken: 27 Einsätze in dieser Saison, davon 18 in der Startelf, neunmal als Wechselspieler. Über 90 Minuten hielt er nur dreimal durch: Im Achtelfinale des Cups beim 1:0 gegen St. Pölten, dann beim 0:1 in der Conference League gegen Uni Craiova, beide Male noch unter Peter Stöger, dann unter Nachfolger Stefan Kulovits im letzten Bundesligaspiel des Jahres, beim 1:1 gegen Schlusslicht Blau Weiß Linz. Ein Mona später ist er nicht voll belastbar. Warum? Rapid braucht einen fitten Wurmbrand wie einen Bissen Brot. Die Vorbereitung endet kommenden Samstag mit Spielen gegen NS Mura und die Vienna. Thorup wird zwei verschiedene Mannschaften aufbieten. Ob eine davon eine Woche später erste Wahl für das Cupviertelfinale in Ried sein wird?
WSG Tirol konnte im Trainingslager auf Malta den slowenischen Klub NK Bravo nicht besiegen – 0:0.
Foto: SK Rapid/Widner.