Fußball

Wieder Last Minute-Schock: Lainer fehlten neun Zentimeter

Im seinem zweiten Champions League-Spiel gab es den zweiten Last Minute-Schock für Stefan Lainer: Eine Woche zuvor kassierte er mit Borussia Mönchengladbach in Mailand zum Ausgleich zum 2:2 gegen Inter in der 90. Minute, Dienstag Abend im Borussia-Park den zum 2:2 (1:0) gegen Real Madrid nach 93 Minuten. Bis zur 87. Minute sah alles nach Lainers erstem Sieg in der Königsklasse aus. Da führte Mönchengladbach 2:0. Aber dann kam die Wende. Mit hohen Bällen in Gladbachs Strafraum. Bei denen Lainer mit 1,75 Metern Körpergröße jeweils um neun Zentimeter zu klein war, um Casemiro und Sergio Ramos, jeweils 1,84 Meter groß, an Kopfbällen hindern zu können. Casemiro bereitete so das 2:1 von Karim Benzema vor, Sergio Ramos das 2:2 von Casemiro (Bild oben). Der Ausgleich verhinderte, dass Real Madrid erstmals zu Beginn der Gruppenphase der  Königsklasse zwei Niederlagen hintereinander erlitt.

Zunächst war Gladbach gnadenlos effizient. Als Marcus Thuram, dessen Vater 1998 mit Real Madrids Trainer Zinedine Zidane in Frankreichs Weltmeisterteam gespielt hatte, mit seinem zweiten Tor nach 57 Minuten für das 2:0 sorgte, hieß bis dahin das Schussverhältnis 15:4 für Real Madrid. Das zweite Thuram-Tor bereitete Lainer mit perfekter Flanke nach einem seiner vielen Sprints vor. Den Brasilianer Vinicius Junior hatte Österreichs Teamverteidiger so gut im Griff, dass er ihn sozusagen austauschte. Aber am Ende zählte das alles nichts: „Unsere Leistung war in Ordnung, Real nützte unseren kleinen Schwächen aus“, behauptete Lainer gefasst. Sein Trainer Marco Rose sah es ähnlich: „Man muss auch die Klasse von Real anerkennen. Manches kann man dann nur schwer verteidigen!“  Trotzdem herrschte bei den Ex-Salzburgern ähnliche Tristesse wie bei den Salzburgern in Madrid. In Mönchengladbach fix und fertig war Hannes Wolf. Als er nach 79 Minuten kam, stand es 2:0.

Aber ihr kleiner Trost: Gladbach ist mit den zwei Unentschieden voll im Aufstiegsrennen. Das kann Salzburg nicht behaupten. Tabellenführer in der Gladbach-Gruppe ist überraschend Ukraine-Meister Schachtjor Donezk, der nach dem 3:2 von Madrid in Kiew ein 0:0 gegen Inter schaffte. Dank des 19 jährigen, 1,98 Meter großen Tormannriesen Anatoliy Trubin. Schachtjor hat vier Punkte. Je zwei mehr als Gladbach und Inter, drei mehr als Real Madrid.

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