Wie vor einem Jahr endete die Saison der Vienna Capitals in den Pre-Play-offs. Wieder scheiterten sie an Fehervar, erneut verloren sie das dritte Spiel mit einem Tor Differenz. Vegangene Saison in Szekesfehervar, Sonntag auf eigenem Eis. Das 0:1 (0:1, 0:0, 0:0) war bitter. Mit 32 Schüssen gelang kein Treffer gegen den herausragenden Torhüter von Fehérvár, den Finnen Rasmus Reijonen. Allein Carter Souch hätte die Capitals ins Viertelfinale bringen können. Doch er vergab Chancen, die er normalerweise nützt. Die Capitals kassierten den einzigen Treffer bereits in der sechsten Minute. Noch dazu mit einem Mann mehr am Eis. Ein Ungar saß auf der Strafbank.
Vier Tage vorher, Mittwochabend, sah alles nicht gut für die Capitaals aus. Ein klarer 5:1-Heimsieg, danach war es durchaus realistisch, dass zwei Tage später auswärts mit dem zweiten Sieg der Aufstieg fixiert werden kann. Bis zur letzten Minute des zweiten Drittels führten die Capitals auch 3:2, gingen aber im dritten total unter. Bekamen beim 3:7 vier Tore in Unterzahl, eines im Powerplay. Daher gab es Sonntag das Spiel, das keiner mehr wollte. Und das endete mit Riesenfrust. Die Tatsache, dass durch die Ausfälle der Verteidiger Randy Gazzola und Nelson Nogier sowie der Sperre von Simon Bourque, das Fehlen von Stürmer Scott Kosmarchuk „nur“ acht Ausländer spielen konnte, darf keine Ausrede sein. 2:55 Minuten vor Schluss ging nach einem Timeout Torhüter Evan Cowley für einen weiteren Stürmer vom Eis, Souch vergab die letzte Chance, die Niederlage zu verhindern.
„Wir haben gekämpft und alles in Bezug auf Energie und Leidenschaft alles gegeben, was wir geben konnten“, meinte Head Coach Kevin Constantine, „einige mussten angeschlagen an ihr Limit gehen. Es ist nicht einfach, wenn man drei Partien innerhalb von fünf Tagen absolviert, dabei hat mir unser Spiel gefallen!“Aber am Ende wurde das Saisonziel wieder verfehlt. Vor dem Saisonstart hatte Sportchef Christian Dolezal noch geglaubt, dass die Mannschaft stark genug sein müsste, um direkt ins Viertelfinale zu kommen. Es klappte nicht über die Pre-Play-offs. Dabei wurde auch keine Kosten gescheut. Insider behaupten, dass noch kein Legionär in Wien besser bezallt wurde als Kapitän Linden Vey.
Dienstag beginnen die Best-of-7-Serien im Viertelfinale ohne die Capitals. Die Graz 99ers wählten Villach als Gegner, den KAC Capitals-Bezwinger Feheverar. Titelverteidiger Red Bull Salzburg trifft auf Pustertal, Bozen auf Laibach. Keines dieser Duelle gab es bisher in den Playoffs.
Foto: Vienna Capitals/Manfred Szieber.