Fußball

Wiener Debakel bei Salzburgs Hattrick! Saisonfinale im Schatten des Lizenzskandals

Am Tag vor der letzten Runde  veröffentlichte die Bundesliga die Auszeichnugnen der Saison. Bei der Wahl von Präsidenten, Managern und Trainern räumte  Doublegewinner Red Bull mit einem Hattrick alles ab. Munas Dabbur wird Sonntag gegen St. Pölten nicht nur wie letztes Jahr gemeinsam mit Kapitän Andreas Ulmer wieder den Meisterpokal anfassen (Bild oben) sondern auch vor seinem letzten Einsatz im Salzburger Dress erstmals als Spieler der Saison geehrt. Der israelische Torjäger holte die Auszeichnung zu den Bullen zurück, vorige Saison hatte Peter Zulj, damals bei Sturm Graz, die Siegesserie der Salzburger seit 2014 durch zweimal Jonathan Soriano, Naby Keita und  Konrad Laimer  durchbrochen. Hinter Dabbur belegte sein Klubkollege Xaver Schlager Rang zwei vor LASK-Torjäger Joao Victor, Wolfsbergs Regisseur Michael Liendl und LASK-Kapitän Gernot Trauner. Die Rangliste bedeutet ein Debakel für die Wiener Klubs Austria und Rapid Keiner ihrer Spieler unter den ersten fünf. Der letzte eines Wiener Klubs, der es zum Spieler der Saison schaffte, war Philipp Hosiner 2013 im Meisterjahr der Austria. Sechs Jahre später wurde er von Sturms Trainer Roman Mählich aus dem Kader gestrichen. Hat Hosiner wirklich alles verlernt?

Bei den Torhütern gehen die Plätze eins, zwei und drei an Salzburgs Cican Stankovic mit einer Abwehrquote von 73 Prozent, Alexander Schlager vom LASK (13-mal zu null) und St.Pöltens Christoph Riegler, der mit 61 klärenden Aktionen auf den Höchstwert aller Bundesliga-Tormänner kam. Dahinter folgt Rapids Richard Strebinger. Bei den Trainer liegen Meistermacher Marco Rose, Oliver Glasner vom LASK, Christian Ilzer von Wolfsberg und Klaus Schmidt vor Mattersburg vor Didi Kühbauer, der für drei Monate Erfolgsstory bei St.Pölten und den durchwachsenen Rest bei Rapid gewählt wurde. Einen Erfolg für Wien gab es wieder nur beim Schiedsrichter der Saison: Harald Lechner verteidigte Platz eins.

Aber alle Auszeichnungen, Ehrungen und sonstige Ereignisse zum Saisonfinale stehen im Schatten des einmaligen Lizenzskandals am Ende der ersten Reform-Saison. Der Senat fünf nahm dem SC Wr. Neustadt, derzeit auf Rang fünf der zweiten Liga, wegen falscher Angaben zur Lizenzerteilung die bereits erteilte Spielerlaubnis für die kommende Saison wieder weg. Das alles flog durch „Enthüllungen“ von Trainer Gerhard Fellner nach seiner Beurlaubung durch den Klub auf. Er behauptete, auf Befehl von Präsidentin Katja Putzenlechner einen Teil dieser falschen Angaben unterschrieben und bestätigt zu haben. Dann müsste aber eigentlich die Liga auch gegen ihn vorgehen.

Doktor Thomas Hofer-Zeni vom Senat fünf der Liga nannte die Verstöße von Wr. Neustadt so schwerwiegend, dass keine andere Wahl als der Lizenzentzug geblieben wäre. Ein bisschen sieht das aber auch nach Fotsetzung des „Krieges“ zwischen Wr. Neustadt und Liga aus der vergangenen Saison aus. Weil Hartberg entgegen den Signalen aus der Ligazentrale durch das Schiedsgericht doch noch die Lizenz für dir Bundesliga bekam, musste Wr. Neustadt die Relegation gegen St.Pölten bestreiten, schaffte die nicht, protestierte aber gegen die Beglaubigung des zweiten Spiels bis vor das Schiedsgericht, kam aber damit nicht durch. Das alles warf kein gutes Licht auf die Liga, der Skandal jetzt auch nicht. Konterkariert vor allem die Behauptungnen von Ligavorstand Christian Ebenbauer, wie glänzend sich die neue zweite Liga bewährt hat. Wr. Neustadt spielte seit 2008 in der Liga, als der damalige Mäzen Frank Stronach die Lizenz von Schwanenstadt kaufte. 2015 stieg Wr. Neustadt aus der Bundesliga ab. Bemerkenswert auch, dass Präsidentin Katja Putzenlechner, die sich schwerer Verstöße schuldig gemacht haben soll, letztes Jahr noch zum Aufsichtsrat der Liga gehört hatte.

 

Foto: © FC RB Salzburg Media (GEPA).

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