Fußball

Schauplatz Berlin ohne Trimmel: Samstag kämpft Alaba gegen Sabitzer um 16.Titel, Montag Zulj um Aufstieg!

Von Samstag bis Montag ist Berlin auch die Hauptstadt des deutschen Fußballs: Samstag mit dem Pokalfinale zwischen Bayern München und RB Leipzig im Olympiastadion. Montag in der Alten Försterei im Stadtteil Köpenick, wo Union Berlin um seinen ersten Aufstieg in die Bundesliga kämpft, worauf die Chancen nach dem 2:2 im ersten Relegationsspiel beim VfB Stuttgart am Donnerstag Abend gar nicht schlecht stehen. Da wird Berlin emotional sicher mehr beben als 48 Stunden zuvor. Trotz 25.000 Leipzig-Fans im Olympiastadion. Samstag sind mit David Alaba (Bild oben), Marcel Sabitzer und Konrad Laimer drei Österreicher dabei. Stefan Ilsanker dürfte bei Leipzig im Kader fehlen, bei ihm stehen die Zeichen nach vier Jahren auf Abschied. Sein Ziel heißt England.  Montag mit Robert Zulj im Union-Dress nur einer. Da Union-Kapitän Christopher Trimmel, der in Stuttgart mit einem Eckball den Ausgleich zum 2:2 vorbereitete, die gelbe Karte sah und Montag  zum Zuschauen verurteilt ist. Die mehr als 4000 Union-Fans feierten in Stuttgart bereits, als würde der Aufstieg feststehen. Der bärtige Trimmel behauptete hingegen im ZDF-Interview lächelnd: „Es hat sich nichts geändert. Stuttgart bleibt der Favorit.“ Ob der Ex-Rapidler das wirklich so meinte?

Ein Steirer und ein Salzburger können Samstag mithelfen, dass mit RB Leipzig der erste Verein aus den neuen Bundesländern seit dem Mauerfall vor 30 Jahren einen Titel gewinnt. Das sind Marcel Sabitzer und Konrad Laimer. Er hat durch seine Salzburger Vergangenheit bereits je drei Meistertitel und Cupsiege in der obersten Spielklasse auf seinem Konto, Sabitzer durch den Wechsel nach Leipzig vor vier Jahren nur zwei. Aber wenn man die möglichen Startbesetzungen der Finalisten vergleicht, dann sieht man den großen Vorteil der Bayern, bei denen Manuel Neuer wieder im Tor stehen wird, Leon Goretzka verletzt ausfällt, in Sachen Erfahrung: Leipzig hat inklusive internationaler Titel  vo seinem ersten Pokalendspiel 15, Bayern vor seinem 22, hingegen 113. Bei Leipzig gegen zwölf auf das Konto der Salzburger Zeit von Tormann Peter Gulacsi, Kevin Kampl, Sabitzer und Laimer, der mit sechs sogar der Leipziger Bulle mit den meisten Titeln ist. Alaba  hat acht Meistertitel, vier Pokalsiege und drei internationale Titel (Champions League, Supercup, Klub-WM) in seiner langen Erfolgsbilanz.

Als linker Verteidiger wird er oft auf Sabitzer treffen, der bei Leipzig den Offensivpart über rechts hat. Für Alaba geht es nicht nur um seinen 16.Titel, sondern auch um seinen Trainer. Er schätzt Niko Kovac sehr, was auf Gegenseitigkeit beruht. Dennoch stichelt Sabitzer etwas: „Hier treffen die besten Mannschaften der Rückrunde aufeinander Da können Kleinigkeiten den Ausschlag geben. Aber vielleicht sind wir hungriger auf diesen Titel als die Bayern“. Allerdings kassierte Leipzig gegen keine andere Mannschaft bisher mehr Niederlagen als gegen Bayern. Was Sabitzer nicht so stehen läßt: „Da sind wir keine Ausnahme. In dieser Saison waren wir so gut wie auf Augenhöhe.“

Vor einer Woche schaffte Kovac sein erstes Meisterstück als Trainer. Eigentlich ein Wahnsinn, das es jetzt in der Stadt, in der er aufwuchs, in dem Stadion, in dem er vor einem Jahr als Trainer von Eintracht Frankfurt durch ein 3:1 gegen Bayern den Pokal gewann, um seinen Job zittern muss, wenn er nicht das Double gewinnt. Obwohl er einen Vertrag bis 2021 hat. Ein klares Bekenntnis zum Meistertrainer hörte man aus Bayerns Chefetage  in der letzte Woche nicht. Auch Präsident Uli Hoeneß, von dem man weiß, dass er zum Unterscheid von Vorstandschef Karl Heinz Rummenigge ein Kovac-Befürworter ist hielt sich zurück, wollte nicht an solchen Diskussionen teilnehmen. Und befeuerte sie eigentlich damit. „Bild“ nahm die Vorlage zu täglichen Spekulationen dankend auf. Ralf Rangnick, der sich im Pokalfinale von Leipzigs Trainerbank verabschiedet, da zur neuen Saison wie vor einem Jahr festgelegt Julian Nagelsmann übernimmt: „Es ist vor dem aktuellen Hintergund bei Bayern respektlos, dass permanent darüber diskutiert wird, ob Kovac bleibt oder nicht.“ Recht hat er.

Foto: © ServusTV / GEPApictures.

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