Fußball

Zum 70. Geburtstag von Herbert Prohaska 70 Geschichten über Prohaska – Tag 49

70 Geschichten Herbert Prohaska 70 Geburtstag

Am 8. August feiert Herbert Prohaska, Österreichs Jahrhundertfußballer, der letzte Teamchef, mit dem sich Österreich für eine Weltmeisterschaft qualifizierte, seinen 70. Geburtstag.  Sie können bis zum Ehrentag täglich eine Geschichte aus dem Leben von Herbert Prohaska, insgesamt 70, lesen.

Das Erfolgsjahr 1996 begann durch ein Tor von Andreas Ogris mit einem 1:0-Heimsieg gegen die Schweiz. Ging mit einem 2:0 gegen Ungarn in Budapest weiter. Dabei kam es zur Rückkehr von Andreas Herzog, der zur Pause Peter Stöger ablöste. Typisch für den damaligen „Lauf“: Eine Minute nach dem Ausschluss des Rapidlers Michael Hatz schoss ein anderen Rapidler, Stefan Marasek, das 2:0. Das 1:0 gegen Tschechien mit seinen Stars Pavel Nedved (später Juventus) und Patrik Berger (später Liverpool) wusste man erst einen Monat später richtig einzuschätzen, als die Tschechen Vize-Europameister waren, das Finale gegen Deutschland in Wembley erst in der Verlängerung durch ein „Golden Goal“ 1:2 verloren. Beschämend war die Zuschauerkulisse beim Sieg über die Tschechen: Nur 5100 Zuschauer im alten Salzburger Stadion in Lehen beim letzten Spiel vor dem Start in die WM-Qualifikation. Für die der Spielplan alles andere als ideal war:  Zuerst Schottland in Wien, dann Schweden in Stockholm. Nach zwei Partien könnt der WM-Traum schon wieder vorbei sein.

Das  0:0 gegen Schottland war sozusagen Wasser auf die Mühlen der Prohaska-Kritiker. Nur wenige trauten danach dem Team den ersten Sieg in Schweden seit 1932, also seit 64 Jahren, zu. „Wann immer Vorbereitungen für meinen Abgesang begannen, folgte ein Triumph. Das war fast eine Konstante“,  sagt Prohaska im Blick zurück. Stockholm 1996 war sozusagen die Fortsetzung von Dublin 1995. Die von ihm geplante Überfallstaktik war erfolgreich. In den starken ersten 20 Minuten mit hohem Tempo gelang Herzog, der nach der Rückkehr von Bayern München zu Werder Bremen im Sommer wieder zu alter Form fand, die Führung, vergab Adi Hütter den Sitzer auf das 2:0. Nicht geplant war, dass 70 Minuten zu einem Rückzugsgefecht wurden. Bei dem Österreich einiges Glück und einen überragenden Michael Konsel im Tor, der unter anderem einen Elfmeter von Kenneth Anderson hielt, brauchte, um das 1:0 zu halten. Auch der „Pflichtsieg“ im letzten Spiel des Jahres, das 2:1 gegen Lettland, war Herzog zu verdanken. Er erzielte das Siegestor. Alles im Plan.

Der Schwung von 1996 ging über den Winter verloren. 1997 begann mit zwei Niederlagen. Es gab zwei 0:2-Niederlagen. Zunächst in Linz gegen Slowenien, was zwar ärgerlich war, aber nicht so weh tat wie das im Hampden-Park von Glasgow. Den dadurch ging die Tabellenführung in der Qualifikation verloren. Die Konsequenz: Nur sechs Siege in den ausstehenden sechs Spielen bringen Österreich nach Frankreich zur Weltmeisterschaft.

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