Eishockey

Zwei Klassen zu schwach! Mit 0:11 bewahrheiteten sich alle Befürchtungen

Alle, die Österreichs U 20-Team bei der WM im kanadischen Edmonton die Rolle des Prügelknaben prophezeiten, behielten recht. Der Auftakt in der Nacht auf Sonntag bestätigte die schlimmsten Befürchtungen von zweistelligen Niederlagen. Österreich Hoffnungen sind mit wenigen Ausnahmen um zwei Klassen zu schwach, um mit Größen wie den USA, Russland die Schweden einigermaßen mithalten zu können. Das Schussverhältnis bei der 0:11 (0:1, 0:6, 0:4)-Abfuhr gegen die Amerikaner, die ihren Ärger über die 3:5-Niederlage gegen Russland  am Tag davor mit einer Torflut beseitigten, sagt alles: 10:73, im zweiten Drittel 2:30. Da steht auch ein NHL-Draft wie Marco Rossi auf völlig verlorenen Posten.

So wie beim WM-Debüt wurde der 19 jährige Tormann Sebastian Wraneschitz noch bei keinem seiner Einsätze für die Vienna Capitals in der ICE League unter Beschuss genommen. Nicht einmal annähernd.  22 Schüsse waren es allein im ersten Drittel. Nur ein einziges Tor fiel und das recht unglücklich über den Stock des Keepers. Aber ab der 25. Minute brachen alle Dämme. Das 0:2 und 0:3 fielen innerhalb von  29 Sekunden, dann folgten Tor fast im Minutentakt. Nach 50 Minuten, 68 Schüssen, von denen Wraneschitz 58 abwehrte,  musste Teamchef Roger Bader den Tormann bei 0:10 erlösen. Er litt infolge der ungewohnten Dauer-Belastung unter Muskelkrämpfen. Finnland-Legionär Jakob Brandner von Kotkan Titaanit, der folgte, kassierte nur noch einen Treffer. „Fast alle unsere Spieler wurden physisch so attackiert wie sie es zuvor noch nie  erlebten“, behauptet Teamchef  Roger Bader. Nur RossI aus seinen zwei Saisonen bei den Ottawa 67´s und Seena Peeters durch seine Zeit bei den Halifax Mooseheads sind dieses Tempo, diese Power gewöhnt. Sie spielen in einem Sturm, standen bei vier amerikanischen Toren am Eis.

Im Rogers Place wird sich Bader nicht mehr wohlfühlen, obwohl die Hölle der Edmonton Oilers seinen Vornamen trägt. Der amerikanische Kollege Nate Leaman sprach hingegen von einem Abend, der ihm Vergnügen bereitete. Davon wird bei Bader in den nächsten zwei Partien gegen Schweden und Russland keine Spur sein. Denn in beiden Partien sind ähnliche Resultate zu befürchten. Die Schweden fertigten Tschechien 7:1 ab. Mit welchen Mitteln sich die Österreicher der schwedischen Übermacht zu erwehren versuchen, wird in der Nacht von Montag auf Dienstag ab 0.00 Uhr bei ORF Sport + live zu sehen sein. Auch in der anderen Gruppe gab es ein zweistelliges Resultat. Titelverteidiger Kanada schoss Deutschland mit 16:2 vom Eis. Die Verlierer konnten wegen Corona-Fällen nicht einmal drei komplette Fünferblöcke aufbieten.

 

Foto: ÖEHV.

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