Fußball

Zwei Siege gegen Italien machen Hoffnung auf das WM-Finale

Das Ziel, erst Freitag von der U 17-WM in Doha zurück nach Wien zu fliegen, haben Österreichs Hoffnungen schon erreicht. Aber sie wollen mehr, wie sowohl Teamchef Herrmann Stadler als auch Sebastian Prödl, der Chef, betonen.  Mehr als Prödl 2007 als Spieler bei der U 20-WM in Kanada. Damals verloren die Österreicher das Semifinale gegen Tschechien 0:2 und das Spiel um Platz drei gegen Chile 0:1. Diesmal gilt die Devise: Montag gegen Italien mit dem siebenten WM-Sieg in der Aspire Academy, diesmal wieder auf Platz fünf, ins Finale kommen, Donnerstag im 45.000 Zuschauer fassenden Khalifa International Stadium, in dem vor drei Jahren acht Spiele der WM-Endrunde ausgetragen wurden,  gegen den Sieger aus Portugal – Brasilien um den WM-Titel kämpfen. Und nicht davor um Platz drei zu spielen. Prödl will jetzt Teil einer noch besseren Geschichte sein.

Die Italiener haben so wie Österreich bisher alle sechs Spiele gewonnen. In der Gruppenphase 1:0 (0:0) gegen Katar, 4:0 (2:0) gegen Bolivien, 3:1 (1:1) gegen Südafrika, im Sechzehntelfinale 2:0 (0:0) gegen Tschechien, im Viertelfinale 3:2 (1:0) gegen Usbekistan, im Viertelfinale 1:0 (0:0) gegen Burkina Faso. Das heißt ein Tor weniger als die Österreicher erzielt, aber zwei mehr kassiert. Die 14 Treffer schossen sieben verschiedene Spieler, vier Samuele Inacio, der in der U 19 von Borussia Dortmund spielte, drei Antonio Campaniello von Empoli, darunter das Goldtor gegen Burkina Faso, das erst in der 83. Minute fiel. Österreichs bisher bester Torschütze, Johannes Moser, traf offiziell zweimal mehr als Inacio, praktisch sogar dreimal. Milan-Tormann Alessandro Longoni wurde schon bezwungen, Daniel Posch hingegen noch nicht.

Noch mehr Hoffnung machen Österreichs letzte zwei Siege vor der WM in Katar. Die gelangen zur Einweihung des neuen ÖFB-Campus in Aspern am 10. und 12. Oktober gegen Italien. Zunächst 2:1, dann 1:0, als mit der B-Garnitur begonnen wurde. Österreichs Treffer erzielten zunächst 1860 München-Legionär Loris Husic, der bei der WM bisher keine große Rolle spielt, und Dominik Dobis, der leider im Viertelfinale einen Kreuzbandriss erlitt, trotzdem bei der Mannschaft  blieb. Die Mitspieler versprachen ihm, den Titel für ihn zu holen. Österreichs letztes Siegestor gegen das Team von Massimiliano Favo gelang Kapitän Jakob Pokorny (Bild) nach seiner Einwechslung. Ihm fehlt Montag sein gewohnter Partner im Abwehrzentrum, Ifeany Ndukwe, wegen Gelbsperre.  Ersatz dürfte der Admiraner Sergej Savic sein.ORF 1 und Sky Austria übertragen das WM-Semifinale live ab 14.30, prominenter Co-Kommentator bei Sky ist Ex-Teamspieler Martin Stranzl.

Foto: ÖFB/A.Pichler.

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