Fußball

Zwei Vize-Weltmeister, elf Legionäre: U 21 braucht Sieg bei Premiere in Hernals

Der Platz des Wiener Sport-Clubs in Hernals, dem 17. Wiener Gemeindebezirk, ist der älteste in Österreich, der noch bespielt wird. Er wurde 1904 eröffnet, 120 Jahre später begann 2024 die Generalsanierung. Zwei Jahre später gab es die Eröffnung. Für Spiele in der österreichischen Bundesliga ist das Spielfeld nicht breit genug, internationalen Maßen entspricht es interessanterweise schon. Bei internationalen Partien haben knapp 4700 Zuschauer Platz. Plätze. Wie viele kommen Freitag, wenn Österreichs U 21-Team bei seiner Premiere in Hernals gegen Dänemark um das Ticket für die EM 2027 kämpft? Die Gruppensieger und der beste Gruppenzweite qualifizieren sich direkt, die übrigen acht Zweitplatzierten ermittelten im November in Play-offs die letzten vier Teilnehmer. Österreich liegt derzeit sechs Punkte hinter Belgien und drei hinter Dänemark auf Platz drei,  Belgien hat ein Spiel mehr ausgetragen.  Siege gegen die Dänen und Dienstag in Wales würden Platz zwei, vielleicht sogar die EM-Teilnahme bedeuten.

Zweimal vier Tage dauerte die Vorbereitung in Frauenkirchen, bei der Ex-Sportdirektor Peter Schötttel vorbeischaute, um sich von Teamchef Peter Perchtold, seinem Staff und den Spielern zu verabschieden (Bild).  Der  Kader sieht nach Qualität aus: Nikolaus Wurmbrand kam unter Ralf Rangnick schon zu Teamehren, ehe ihn Rapids Trainer Hoff Thorup „einbremste“. Mit Ifeany Ndukwe und Luca Weinhandl gehören zwei U 17-Vizeweltmeister zum Kader, der Marktwert von Weinhandl stieg laut „transfermarkt“ sogar auf den neuen Höchstwert von 15 Millionen Euro. Nikolas Bajlicz, Valentin Zabransky und Jacob Hödl gehören bei Rapid, Red Bull Salzburg und Sturm Graz zum Stammpersonal, zeigten in den letzten Runden auf. Insgesamt hat Perchtold mit Ndukwe (Levante), Bröndby Kopenhagen-Verteidiger Christopher Olivier, David Puczka von Genoa, Jannik Schuster, der bei Brentford überzeugte, alle positiv überrascht. Nikolas Sattlberger (Genk), Oluwaseun Adewumi (Hertha BSC Berlin),  Florian Micheler (Hoffenheim), Yanik Spalt (VfB Stuttgart), Furkan Dursun vom Schweizer Meister Thun, Thierry Fidjeu-Tazemeta (Kaiserslautern) und den von Wolfsberg an Partizan Belgrad verliehenen Stürmer Erik Kojzek sind elf Legionäre im Kader: „Ich bin mit der Entwicklung unserer Spieler sehr zufrieden!“, versicherte Perchtold.

Foto: ÖFB/Tugrul Karacam.

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