Fußball

0:2 und Trauner verloren: Der rosa LASK sieht schwarz

Nach seinem ersten Heimspiel in rosa Trikots sieht der LASK eher schwarz: Denn es setzte die erste Niederlage nach fünf Spielen oder seit dem 0:3 in London gegen Tottenham Hotspurs zum Start in die Gruppenphase der  Europa League am 23. Oktober. Die entsprach damals der Papierform, das 0:2 (0:0) am Donnerstag Abend auf der Gugl gegen Royal Antwerpen hingegen nicht. Noch mehr weh tat die rote Karte für Kapitän und Abwehrchef Gernot Trauner nach 50 Minuten für eine Notbremse knapp vor der Strafraumgrenze gegen Richie de Laet. Aus dem dafür verhängten Freistoß fiel die Führung der Belgier. Doppelt unglücklich, weil Petar Filipovic den versuchten Heber des Israeli Lior Refaelov über die Mauer unglücklich und unhaltbar abfälschte.

Das 0:2 bedeutet, dass sich die Position des LASK gegenüber Antwerpen im Kampf um den Aufstieg entscheidend verschlechtert hat. Die Belgier haben nun drei Punkte mehr, würden auf jeden Fall wegen der direkten Duelle vor den Linzern bleiben, sollten beide Klubs am 10. Dezember gleichauf liegen. In Antwerpen gewann der LASK 1:0, in Linz die Belgier 2:0. Das macht ein Gesamtscore von 2:1 für Antwerpen. Die Niederlage „korrigieren“ kann der  LASK wahrscheinlich nur mit einem Sensationssieg gegen Tottenham am nächsten Donnerstag ohne Trauner. Zum dritten Mal hintereinander beendete der LASK ein Europa League-Spiel mit zehn Mann, erstmals mit einer Niederlage: Gelb-Rot für Lukas Grgic beim 4:3 gegen Ludogorets Razgrad, Gelb-Rot für James Holland beim 1:0 in Antwerpen, Rot für Trauner bei der Heimpleite.

Royal Antwerpen präsentierte sich wesentlich aktiver als vor drei Wochen im Heimspiel, kam gar nicht unverdient zu seinem ersten Sieg seit drei Spielen. Die Verlierer  waren nachher schlecht auf Schiedsrichter Donatas Rumsas aus Litauen zu sprechen. Wegen der harten roten Karte für Trauner, die zwar hart, aber regeltechnisch zu vertreten war. Noch mehr wegen einer Situation nach acht Minuten. Die Linzer sahen das Foul an Andreas Gruber innerhalb des Strafraums, Rumsas außerhalb. Daher nur Freistoß statt Elfer, einen Videoreferee gibt´s in der Gruppenphase der Europa League nicht. Schlecht auch, dass die „Chancentod-Phase“ von Reinhold Ranftl, die letzten Samstag beim 1:1 in Hartberg begann, weiter ging: Als ihm Tormann Jean Butez den Ball in die Beine spiele, ließ er die Chance zur Führung aus, verzog von der Strafraumgrenze. Und im verzweifelten Versuch, dezimiert einen Punkt zu retten, fehlte bei Ranftls Schuss nicht viel zum Ausgleich. Sechs Minuten später fiel das zweite Tor Antwerpens nach einem Konter durch einen Kopfball von Pieter Gerkens. Der „Wutanfall“ von Ranftl nach dem Schlusspfiff kam nicht von ungefähr.

So gab es Donnerstag nur eine gute Nachricht für den LASK. Vom Land Oberösterreich, das den Neubau des Stadions auf der Gugl mit 30 Millionen Euro unterstützen wird.

Foto: LASK/Facebook.

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