Fußball

1,7 Millionen Euro mehr Fixeinnahmen bei WM für Österreich

Österreich kann sich bei seiner ersten WM-Teilnahme seit 28 Jahren auf mehr Einnahmen als bisher bekannt freuen. Denn 44 Tage vor der Eröffnung reagierte der umstrittene FIFA-Präsident Gianni Infantino auf  Kritik und Forderungen aus mehreren Ländern wegen des schwankenden Dollarkurses und der ungeklärte Abgabensteuer. 44 Tage vor der WM-Eröffnung wurden auf dem Kongress in Vancouver sowohl Startgeld als auch Anteil an der WM-Vorbereitung für alle 48 Teilnehmer um je eine Million Dollar erhöht. Bei den zu erwartenden Rekordeinnahmen kein Problem. Da kann es sich die FIFA leisten, insgesamt umgerechnet 744 Millionen Euro auszuschütten. Das sind um 120 Millionen mehr als bisher. Daher kann auch Österreich mit 1,7 Millionen mehr Fixeinnahmen rechnen: Mit 10,69 statt 8,99. Immerhin etwas. Noch etwas wurde bekannt: Auf Initiative Infantinos können Spieler, die bei der verbalen Konfrontation mit einem Gegenspieler die Hand vor dem Mund halten, mit einer roten Karte bestraft werden. Ebenso Spieler, die aus Protest gegen Entscheidungen das Feld verlassen.  Das „Hand vor dem Mund“-Verbot soll diskrimierende Äußerungen verhindern.

Österreichs Herren sind bei der WM, die Frauen sollen im Herbst erstmals die Qualifikation schaffen. Deshalb entschloss sich Sportchef Peter Schöttel, den Teamchef zu wechseln. Statt des Salzburgers Alexander Schriebl, mit dem es in 14 Partien nur drei Siege gab, die Europameisterschaft verpasst wurde, kehrte ein 67 jähriger Däne nach 17 Jahren wieder nach Österreich zurück: Lars Söndergaard, der die dänischen Frauen zwischen 2017 und 2023 sowohl zur Welt- als auch zur Europameisterschaft brachte. Nach Österreich war er vor 26 Jahren gekommen, als Assistent seines Landmanns Hans Backe bei Austria Salzburg. Den löste er ein Jahr später als Chef ab, blieb zwei Saisonen. Dann wurde er bei der Wiener Austria in der ereignisreichen Stronach-Ära Nachfolger von Jogi Löw, weil Sportchef Günter Kronsteier unbedingt auf der Betreuerbank sitzen wollte. Was Löw, später Weltmeister mit Deutschland, abgelehnt hatte Von der Austria ging es für eine Saison nach Graz zum GAK, danach für 14 Spiele zu Wacker Innsbruck, ehe Söndergaard in Salzburgs Red Bull-Ära als Trainer der zweiten Mannschaft  und der U 19 einstieg. 2009 wechselte er zurück in seine Heimat. Dass er noch einmal in Österreich einen Job erhält und annimmt, hätte er wohl nicht mehr gedacht,

Foto: FIFA.

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