Fußball

Zwei Efmeter und Schiri-Wirbel beim 1:1 in Madrid

Einen Tag nach dem Jahrhundertspiel in Paris war im zweiten Semifinale der Champions League vergleichsweise viel weniger los. Bei 1:1 (0:1) zwischen Atletico Madrid und Arsenal sah Spaniens König Filipe in der Ehrenloge nur zwei Tore aus Elfmetern und einen Schiri-Wirbel um einen nicht gegebenen.  Beide Mannschaften stellten im Metropolitano vor 70.000 Zuschauern die Defensive in den Vordergrund, es gab daher weniger Torchancen, weniger Brillianz. Was es in Paris nicht gab, waren die tausenden Klopapierrollen, die beim Einlaufen der Mannschaften auf  den Rasen flogen. Ein eigenwilligerer Stimmungsmacher der Atetico-Fans.

Den ersten Elfmeter gab es für Arsenal, als Torjäger Viktor Gyökeres nach einem Shubser vom Atletico-Abräumer aus der Sowakei, Davdi Hancko zu Boden ging. Der holländische Referee Danny Makkelie zeigte auf den Punkt, Atleticos Trainer Diego Simeone und seine Spieler verstanden es nicht, Gyökeres verwandelte sicher. Österreichs Teachef Ralf Rangnick meinte im Studio von Canal+: „Den Elfmeter kann man geben, aber  ich kann den Ärger von Simeone verstehen!“ Nach der Pause hatte Atletico seine besten 30 Minuten, ein Schuss von Paco Llorente sprang vom Boden an die ausgestreckte Hand von Arsenals Ben White. Makkellie ließ weiterspielen, doch es meldete sich VAR Dennis Higler. Nach TV-Studium gab es Elfmeter, ein WM-Gegner Österreichs, der Argentinier Julián Álvarez, behielt die Nerven, traf genau ins Eck (Bild). Rangnick zum Elfmeter: „Ich hätte den nicht gepfiffen, auch den für Paris gegen Bayern nicht. Weil beide Male keine Absicht dabei war!“ Aber das zählt anders als früher im neuen Regewerk nicht mehr.

Vor dem Ausgleich ließen Ademola Lookman und Antoine Griezmann eine Doppelchance ungenutzt, wenn später traf Griezmann die Latte. Im Finish schien Hancko noch einen Elfmeter zu verschulden, als er Arsenals Joker Eberechi Eze am Fuß traf. Für Makkelie war es Elfmeter, für den VAR nicht. Nach langen Diskussionen zwischen den Holländern nahm der Schiedsrichter seine Entscheidung zurück. Nicht nachvollziehbar war, dass Simeone in der zweiten Hälfte den robusten norwegischen Stürmer Alexander Sørloth nicht brachte. Rangnick hatte zur Paus fest damit gerechnet.

Foto: UEFA.

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