Fußball

Es gibt nichts, was gegen den ersten Cupsieg des LASK seit 61 Jahren spricht

Mehr als 100 Autobusse mit LASK-Fans werden Freitag am Tag der Arbeit aus Oberösterreich in Richtung Klagenfurt unterwegs sein. Zum ersten Finale im Uniqa-Cup zwischen dem LASK und Altach im Wörthersee-Stadion, das in ORF 1 live übertragen wird.  21.000 Karten sind verkauft, der LASK rechnet mit der Unterstützung von 15.000 Anhängern. Auch das spricht für die Linzer. Die 120.000 Euro Prämie für die Finalisten sind zwar sehr nett, aber der Anreiz ist doch ein anderer: Für den LASK der erste Cupsieg seit 61 Jahren und damit ein Schritt zum Double, für Altach der erste überhaupt. Dass der neue Tabellenführer der Bundesliga gegen den Dritten der Qualifikationsgruppe der klare Favorit ist, versteht sich von selbst. Die Außenseiterrolle genießt Altach geradezu: “ „Wir können nur gewinnen, der LASK hat viel zu verlieren“, sagte der wieder fitte Topscorer Patrick Greil völlig richtig. Für ihn ist es eine Rückkehr an die alte Wirkungsstätte: Von 2018 bis 2022 gehörte der Salzburger zu den Stützen von Austria Klagenfurt.

Didi Kühbauer ist sozusagen der einzige Titelverteidiger im Finale, weil er letzte Saison mit Wolfsberg Cupsieger wurde. Für den Burgenländer könnten es die erfolgreichsten Wochen seiner Trainerkarriere werden. Die Form der Linzer spricht dafür. Freitag drücken dem 55 jährigen sicher sowohl die Fans seines Ex-Klubs Rapid als auch die von der Wiener Austria die Daumen: Weil der Cupsieg des LASK die Europacupqualifikation der Wiener Klubs „erleichtern“ würde. Die beiden Duelle im Grunddurchgang waren eng: Altach gewann daheim 1:0, als Kühbauer noch nicht Traier beim LASK war. Die Linzer mühten sich mit Kühbauer daheim zum 1:0, das ein Eigentor des Altachers Erkin Yalcin möglich machte. Es gibt eigentlich nichts, was gegen den Cupsieger LASK spricht. Auch nicht der Wiener Schiedsrichter Julian Weinberger, obwohl er im letzten August beim 0:3 der Lizer in Salzburg innerhalb weniger Sekunden Kapitän Sascha Horvath Gelb-Rot zeigte. Weil dem Revierinspektor des Kommissariats Hietzing  die Lautstärke der Horvath-Reklamationen nicht passte. Der Protest der Linzer wurde vom Strafsenat  abgelehnt.

Der Trumpf des LASK ist seine Offensive. Spieler vom Format eines Sasa Kalajdzic, Samuel Adeniran und Moses Usor hat Altach nicht. Die LASK-Reservisten Maximilian Entrup und Christoph Lang wären in Altach sicher erste Wahl. Vor allem Kalajdzic war letzten Sonntag beim 5:1 in Hartberg beeindruckend. Er kann nicht nur Tore schießen, sondern auch die Mitspieler richtig gut einsetzen. Die Prognose eines Sky-Experten, Ex-Torjäger Marc Janko, sagt alles: „Er ist auf einem richtig guten Weg und wird ganz Österreich noch viel Freude bereiten!“ Bei der Weltmeisterschaft im Juni. Freitag in erster Linie dem LASK.

 

Foto: Sepp Pail.

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