Fußball

2:3 nach 2:0 – Salzburg nur zehn Minuten im Play-off! Sturm-Sieg dank Kiteishvili

Von der 33. bis zur 64. Minute führte der FC Salzburg in Birmingham sensationell gegen Aston Villa, war sogar zehn Minuten lang als 24. in den Play-offs der Europa League. Aber dann wurde in 23 Minuten aus einer 2:0-Führung  noch eine 2:3 (1:0)-Niederlage, wobei der Ausgleich durch einen schweren Fehler von Teamtorhüter Alexander Schlager fiel, der bei einer Flanke zögerte, mit der rechten Faust am Ball vorbei schlug. Das alles passierte vor den Augen von Englands Kronprinz William, dem prominentesten Fan von Aston Villa. Salzburg bot die bisher jüngste Startelf mit einem Durchschnittsalter von 21.9 Jahren auf, beendete die Europa League nur auf Rang 31, wurde noch von Sturm Graz überholt. Der Meister bezwang beim Heimdebüt von Trainer Fabio Ingolitsch vor 13.000 Zuschauern Brann Bergen aus Norwegen dank starker Reaktionen von Tormann Danili Khudyakov bei seinem ersten Europacupspiel in Graz 1:0 (0:0), das goldene Tor fiel fünf Minuten vor Schuss durch Otar Kiteishvili. Sturm landete auf Platz 26. Zwei Punkte fehlten zum letzten Play-off-Platz.

Bei Aston Villa fehlten im Vergleich zum letzte Sieg in der Premier League die komplette Vierabwehr, der Belgier Youri Tielemans im Mittelfeld, dazu Offensiv-Star Morgan Rogers. Daher begann Liverpool-Leihgabe Harvey Elliott, der beste Spieler der letzten U 21-Europameisterschaft. Der hatte schon nach einer Minute und dem ersten schweren Fehler von Schlager die Chance zur Führung, die er nicht nützte. Karim Konate, erstmals seit dem Kreuzbandriss im November 2024 in der Startelf, traf nach einem Leichtsinnsfehler von Englands Ex-Teamverteidiger Tyrone Mings und Vorarbeit von Edmund Baidoo (Bild)  zur Führung, blieb zur Pause in der Kabine. Nachfolger Moussa Yeo nützte eine Vorlage von Kerim Alajbegovic sogar zum 2:0. Mit dem Anschlusstor von Rogers, der noch vor der Pause für den verletzten Teamstürmer Ollie Watkins eingewechselt wurde, begann der Umschwung, erwachten die Villa-Fans. „Wir haben die Play-offs nicht heute verpasst, sondern schon früher, etwa durch die Heimniederlage gegen Ferencvaros“, meinte Trainer Thomas Letsch durchaus nachvollziehbar, „es hat sich gezeigt, dass wir jedem Gegner weh tun können, wenn wir unsere Stärken ausspieen!“ Aber es reichte nicht. Möglicherweise kommt noch ein neuer Abwehrspieler. Man hört vom 20 jährigen Deutschen Tim Drexler, zuletzt Leihspieler von Hoffenheim beim 1. FC Nürnberg in der zweiten Liga.

Das Achtelfinale erreichten Lyon, Aston Villa, Midtylland aus Dänemark, Betis Sevilla, Salzburg-Bezwinger FC Porto, Sporting Braga mit Österreichs Teamspieler Florian Grillitsch, Freiburg trotz 0:1 in Lille ohne den verletzten Philipp Lienhart und AS Roma. Österreichische Legionäre in den Play-offs sind Torhüter Tobias Lawal und Nikolas Sattlberger mit Genk (beim 2:1 gegen Malmö spielte nur Lawal), Keeper Florian Wiegele mit Viktoria Pilsen nach dem 1:0-Auswärtssieg gegen Basel und Marko Arnautovic mit Roter Stern Belgrad. Beim 1:1 gegen Celta da Vigo erzielte er zwei Tore, die nicht anerkannt wurden.

Foto: Fc Salzburg/Weirather.

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