Fußball

3:0 als perfekter Neustart von Hasenhüttl: Die „Saints“ als Auswärtsmacht

Auch Geisterspiele in Englands Premier League wirken vor dem TV-Schirm irgendwie komisch und gewöhnungsbedürftig. Wie in Deutschland und Österreich sitzen die Ersatzspieler mit Sicherheitsabstand auf der Tribüne, in England mit Gesichtsmaske.  Dass auf der Rückseite der Trikots über der Nummer nicht wie gewohnt der Name der Spieler, sondern bis Saisonende „Black lives Matter“ steht, bedeutet Solidarität mit der US-Bewegung gegen Rassismus, zu der sich die Premier League entschlossen hat. Die Spiele ohne Zuschauer beginnen auf der Insel mit einer Trauerminute für die Opfer von Covid 19, dann sind sie eindeutig lauter als am Festland. Die Rufe von der Bank und der Tribüne wirken schriller, zudem wird über die Lautsprecher der gewohnte Lärm eingespielt. Im Stadion an der Carrow Raod in Norwich verstummte im Finish auch der. Weil der Tabellenletzte gegen Ralph Hasenhüttls FC Southampton keine Chance hatte, nach der Pause mit 0:3 (0:0) unterging.

Womit sich die „Saints“ auch nach Corona-Pause als Auswärtsmacht bestätigten: 23 der 47 Punkte erkämpfte Southampton auswärts. Nunmehr elf Siege sind acht Runden vor Schluss zwei mehr als in der gesamten letzten Saison, 47 Punkte bedeuten bereits acht mehr. Mit dem 3:0 entfernte sich Southampton vorübergehend um zehn Punkte von den Abstiegsrängen, machte einen großen Schritt auf die sichere Seite. Die Entscheidung fiel zwischen der 49. und 54. Minute: Zunächst sorgte Torjäger Danny Ings (Bild oben), der in den letzten drei Partien vor Corona Ladehemmung hatte, mit seinem 16. Saisontor für die Führung, dann traf der schottische Teamspieler Stuart Armstrong. Norwich hatte zwar mehr Ballbesitz, wusste aber gegen Southamptons Pressing keinen Rat. Am Ende standen 22 Torschüsse von Southampton nur neun von Norwich gegenüber. Im Finish traf noch Nathan Redmond gegen seinen ehemaligen Klub. Beim Torjubel gehen auch mit Briten die Emotionen durch: Umarmungen statt Sicherheitsabstand.

Von Misstimmung wegen des Kapitänswechsels war bei Southampton nichts zu merken. Im Gegenteil, das Kollektiv passte, war der entseidende Vorteil der Sieger. Der abgesetzte Däne Pierre-Emile Höjbjerg und sein Nachfolger James Ward-Prowse beherrschten zusammen das zentrale Mittelfeld: „Wir haben uns schneller an die ungewohnten Bedingungen gewöhnt, zu unserem Spielstil gefunden“, freut sich Hasenhüttl nach dem ersten Spiel mit seinem neuen Vertrag bis 2024, „auch die Fitness passte. Jetzt würde  ich mir auch daheim so überzeugende Auftritte wünschen!“ Die nächste Gelegenheit im St.Mary´s bietet sich Donnerstag gegen Arsenal.

 

Foto: © Southampton FC Media.

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