Fußball

Demir in Rapids Startelf – ist es Sonntag schon so weit?

Vor zwei Runden gelang der erste Saisonsieg gegen Wolfsberg, letzten Mittwoch der erste über Hartberg. Um erstmals seit dem Frühjahr 2018 unter Trainer Goran Djuricin fünf Partien  (damals 5:1 gegen Wolfsberg, 4:2 gegen Mattersburg, 2:1 gegen st.Pölten, 4:0 im Derby gegen Austria und 4:1 gegen Admira) in Serie zu gewinnen, bräuchte Rapid Sonntag im Allianz-Stadion den ersten Heimsieg in der Bundesliga gegen Hartberg. Bisher war es nur vor einem Jahr auf dem Weg ins Cupfinale gelungen, die Steirer in Hütteldorf zu bezwingen. Jetzt könnte damit Platz zwei weiter gefestigt werden. Einige Fragen in Sachen Aufstellung  können erst am Spieltag geklärt werden. Wegen der Fitness von Tormann Tobias Knoflach und Torjäger Taxiarchis Fountas, der Vertrag bis 2022 nicht als unverkäuflich gilt. Und wegen der Vorstellungen von Joker Yusuf Demir (Bild oben), die eigentlich Appetit auf mehr machten. Das heißt auf seinen ersten Einsatz in der grün-weißen Startelf. Ist es Sonntag schon so weit?

Trainer Didi Kühbauer gab in Abstimmung mit Sport-Geschäftsführer Zoran Barisic die Devise aus, den nunmehr 17 jährigen behutsam aufzubauen. Bisher kam er auf 81 Minuten in der Bundesliga: Acht im letzten Jahr beim 3:0 gegen Admira in der Südstadt noch als 16 jähriger, womit er Veli Kavlak als jüngsten Rapidler in der Bundesliga ablöste. Im Playoff 13 Minuten beim 4:0 gegen Sturm Graz, wobei ihm sein erster Assist in der Bundesliga gelang. Dann 25 beim 2:1 gegen Wolfsberg und 35 in Hartberg. Mit jedem Match steigerte sich die Dauer der Einsätze und damit eigentlich der Appetit auf mehr. Zumal Demir gegen Wolfsberg die Aktion zum späten Siegestor durch einen öffnenden Pass auf Ercan Kara einleitete und auch in Hartberg eine Torchance kreierte, die Thorsten Schick nicht nützen konnte.  Einige, die Demirs Entwicklung verfolgten, behaupten, er habe jetzt einen Schritt nach vorne getan. Und wie zur Bestätigung bekam sein Berater Emre Öztürk dieser Tage einen Anruf aus Holland, wonach ein Spitzenkub großes Interesse zeige, bereit wäre, einen Millionenbetrag, der höher als fünf ist, für Demir auf den Tisch zu legen. Abwarten, ob es dazu kommt. Besser wäre es, sich als Stammspieler bei Rapid zu etablieren und erst dann ins Ausland zu gehen.

Das Spitzenspiel gegen Red Bull Salzburg ist bei Rapid zwar offiziell kein Thema, aber natürlich reizt es schon, in einer Konstellation den Mister zu empfangen, dass ein Rapid-Sieg neue unerwartete Spannung ins Titelrennen bringen würde. Wie es überraschend in der zweiten Liga geschah: Tabellenführer Ried schwächelt, kassierte in drei Spielen zwei Niederlagen, so viele wie zuvor in 20 Runden, die letzte gegen Austrias Talente, die Young Violets, am Freitag daheim mit 1:3. Ob es am Schock um den Ausfall von Kapitän und Abwehrchef Thomas Reifeltshammer , der nach einem Niereneinriss bis auf weiteres fehlen wird, lag, dass die „Wikinger“ SOS funken müssen? Austria Klagenfurt kam durch vier Siege bis auf zwei Punkte heran, schlägt Jubelsaltos. Wie der zweifache Torschütze Markus Rusek nach seinen Treffern zum 2:0 bei Austria Lustenau.

Zurück in die Bundesliga: Salzburg wird Sonntag sicher eine Reaktion auf das 0:0 in Wolfsberg, den ersten Punkteverlust seit dem Neustart zeigen. Gegen die Kärntner, die ihre beste Auswärtssaison spielen, zuvor noch nie in der Fremde 26 Tore erzielten, ist der Tabellenführer in Heimspielen ungeschlagen, gewann die letzten sechs. Bei Rapid geht´s um den ersten Bundesligaeinsatz  des Toptalents Demir  von Beginn an, Salzburgs 34jähriger Kapitän Andreas Ulmer, doppelt so alt wie Demir, bestreitet bereits sein 300. Bundesligaspiel. Begleitet von Lobeshymnen seines Trainers Jesse Marsch, der ihn als besten Spieler in Österreichs Geschichte bezeichnete. Weil keiner mehr Titel gewann als er, nämlich 16, also durch und durch, ein Siegertyp ist. Einen, der um 14 Jahre jünger ist als Ulmer, gab Salzburg einen Vertrag bis 2025: Von Mohamed Camara, dem 20 Mittelfeldspieler aus Mali, sind Sportchef Christoph Freund und das ganze Trainerteam felsenfest überzeugt.

Überzeugt ist auch LASK-Trainer Valerien Ismael, dass seine Mannschaft nach dem Turn-Around, wie er das 4:0 am Mittwoch gegen Sturm bezeichnete, in Graz beim Letzten der Meisterrunde nachsetzen wird. So komisch es auch klingt, Sturm kommt auch auf einen Spitzenwert: Keine Mannschaft der ersten sechs gewann bisher so viele Zweikämpfe. Nämlich 52,7 Prozent. Auch das schützt nicht vor 16 Gegentoren in den letzten fünf Spielen.

 

 

Foto: © FOTObyHOFER/Christian Hofer.

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