Die Titelverteidigung von Cupsieger LASK begann standesgemäß, hinterließ aber doch große Sorgen. Weil beim 7:0 (1:0) im Süden von Graz gegen den Regionalligaklub Kalsdorf der nach dem Abgang von Sasa Kalajdzic neu verpflichtete französische Stürmer Ramiz Harakate sich noch beim Stand von 0:0 ohne Fremdeinwirkung am linken Knie verletzte. Er musste ausscheiden, verließ das Stadion auf Krücken. Das sieht nach einer schwereren Verletzung aus. Zwar erzielte sein Nachfolger, der Ex-Rapidler Christoph Lang, nicht weniger als vier Tore, aber sollte Harakate längerfristig ausfallen, wird der LASK garantiert nochmals am Transfermarkt tätig werden. Trainer Didi Kühbauer fand die Leistung in der zweiten Hälfte sehr gut, Ex-Rapidler Robert Ljubicic spielte erstmals 60 Minuten im LASK-Dress. Bis zur 39. Minute stand es 0:0, ehe ein Kopftor von Innenverteidiger Andres Andrade nach einem Eckball die Führung bedeutete.
Sieben Tore erzielte auch Red Bull Salzburg beim Pflichtspieldebüt von Trainer Danny Röhl in Oberwart. Beim 7:1 (3:1) stand es schon nach elf Minuten 2:0, es gab sechs verschiedene Torschützen: Edmund Baidoo (Bild oben), Yorbe Vertessen, Gaoussou Diakite, „Doppelpacker“ Damir Redzic, Soto Kitano und Neuzugang Nikolas Veratschnig, der vorerst Kapitän ist. Der Rechtsverteidiger war Salzburgs bester Torschütze in den Vorbereitungsspielen. Außer dem Cupaufstieg gelang es, den Kader zu verkleinern: Der 26-jährige Takumu Kawamura, der in den letzten zwei Saisons aufgrund mehrerer Verletzungen nur acht Pflichtspiele absolvierte, kehrte nach Japan zu seinem Ex-Klub Sanfrecce Hiroshima zurück. Das Mittelfeldtalent Olivier Lukic spielt künftig für Hartberg. Der 19-jährige Wiener wurde für eine Saison an die Steirer verliehen.
Auch der GAK wurde in Wien beim Regionalligaklub Donaufeld mit 4:0 (2:0) seiner Favoritenrolle gerecht. Pech, dass sich Rechtsverteidiger Tim Trummer bei seinem Führungstor am Oberschenkel verletzte und ausschied. Bis dahin war die Salzburg-Leihgabe der auffälligste Spieler. Die letzten zwei GAK-Treffer fielen in den letzten neun Minuten, den Schlusspunkt setzte Neuzugang Peter Michorl gegen seinen Onkel und Berater, Donaufelds Trainer Josef Michorl. Den knappsten Sieg der Bundesliga feierte am Samstag Aufsteiger Austria Lustenau beim Kremser SC, bei dem Ex-Teamstürmer Stefan Maierhofer als Trainer debütierte. Ein Treffer des Nigerianers Prescious Benjamin, der letzte Saison bei Altach spielte, nach 63 Minuten per Kopf bedeutete den Aufstieg. Auch die Zweitligisten kamen weiter. Austria Salzburg gewann das Lokalderby gegen Wals 5:1 (2:0). Aufsteiger Wacker Innsbruck, das am Tivoli vor „nur“ 2900 Zuschauern gegen Reichenau 3:0 (2:0). Beim 2:1 (2:1) von Hertha Wels in Hohenems erzielte Nikolaus Freund, der Sohn des Bayern-München-Sportchefs, die 2:0-Führung. Die Vienna gewann im Mattersburger Pappelstadion gegen den Regionalliga-Aufsteiger nach einer 2:0-Pausenführung durch einen Doppelpack des von Hartberg gekommenen Maximilian Fillafer 2:1.
Foto: Red Bull Salzburg/Michael Meidl.