Fußball

Eggestein war immer dabei: Austria hat dazu gelernt

Die Wiener Austria hat offenbar aus ihrem Fehlstart in der letzten Saison gelernt. Heuer gab es kein blamables Scheitern in der ersten Cuprunde in Voitsberg, sondern am Sonntag einen glatten, ungefährdeten 5:0 (1:0)-Sieg beim Wiener Sport Club vor ausverkauftem Haus. Schon nach 62 Sekunden fiel die Führung, zwischen der 50. und 58. Minute fielen weitere Tore. Solange Johannes Eggestein spielte, war er herausragend, bei jedem Tor vorbei: Das 1:0, 3:0 und 4:0 selbst erzielt, das 2:0 von Sanel Saljioc vorbereitet. Das Einzige, was nicht passte: Abwehrchef Aleksandar Dragovic, der erstmals nach seiner Muskelverletzung begann. wurde Mitte der ersten Hälfte im Luftkampf von Kerim Abazovic „abgeräumt“ und schied mit Verdacht auf Gehirnerschütterung aus.

„Unsere Topelf hat sich nicht herauskristallisiert“, behauptete Trainer Christoph Helm, der zwischen den Qualifikationsspielen gegen Liepaja rotierte. „Cup-Torhüter“ Mirkos Kos durfte ran, musste nur einen Schuss halten, Talent Daniel Nnodim durfte beginnen, Taeseok Lee erstmals nach dem WM-Urlaub, im Mittelfeld bekamen Florian Wustinger und Vasilje Markovic eine Pause, der überzeugende Philipp Maybach und Moritz Wels ersetzten sie. Helm wusste schon, warum er auf die „Säulen“ Manfred Fischer und Eggestein nicht verzichtete.

Das Einzige, was man den Siegern vorhalten kann: Nach der schnellen Führung durch Eggesteins Schuss ins kurze Eck, bei dem der Ball für Sportclubs-Tormann Christoph Haas unglücklich aufsprang, beschränkte sich die Austria zu sehr darauf, das Spiel zu kontrollieren, statt auf das zweite Tor zu spielen. Das hätte sich fast gerächt, als Abazovic die Latte traf. Nach der Pause änderte sich das. Eggesteins Nachfolger, der 18-jährige Hasan Deshisku, sorgte mit seinem ersten Tor bei den Profis für den Endstand. Auch für einen Ex-Austrianer gab es ein Erfolgserlebnis: Ifeany Ndukwe, so wie Deshisku letztes Jahr U-17-Vizeweltmeister, kam erstmals beim FC Liverpool zum Einsatz. Der Innenverteidiger wurde im amerikanischen Nashville beim 4:2 im Vorbereitungsspiel gegen Sunderland nach 10 Minuten für den verletzten Joe Gomez eingewechselt.

So wie die Wiener Austria kam auch Hartberg in die zweite Runde. Beim 3:1 (2:1) in Imst fiel das dritte Tor durch den Australier Jed Drew erst in der 92. Minute. Im Tor spielte Luka Maric. Er hielt einen Elfmeter. Die Admira schied hingegen als einziger Zweitligist aus. Im Burgenland gab es beim Landesligaklub Leithaprodersdorf ein 1:2 (0:2).

Foto: Yigit Örme.

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