Ausverkauft war am Freitagabend Sturms Aufstieg in die zweite Cuprunde in Seekirchen am Wallersee. Das bedeutete 1500 Zuschauer. Ausverkauft sind am Sonntag auch die Spiele der Austria und von Rapid in Wien gegen Regionalligaklubs: Austria gastiert am heuer eröffneten neuen Platz des Sport-Clubs mit der renovierten Friedhofstribüne, schied vor vier Jahren mit Manfred Schmid als Trainer noch am alten im Achtelfinale mit 1:3 aus. Auch damals spielte der Hernalser Traditionsklub so wie jetzt in der Regionalliga Ost. Diesmal sind 5700 Zuschauer auf den drei Tribünen. Zwei der Verlierer von damals, Kapitän Manfred Fischer und Reinhold Ranftl, haben die Gelegenheit zur späten Revanche. Mit dem neuen Stadion hat der Sport-Club sicher Aufstiegsambitionen, es gibt auch Verbindungen zum grün-weißen Erzrivalen von Cupgegner Austria: Daniel Seper, der neue Trainer des Sport-Clubs, war in den letzten Jahren bei Rapid in insgesamt 240 Spielen Assistent von Peter Stöger, Stefan Kulovits, Robert Klauß und Zoran Barisic. Christoph Haas, der neue routinierte Sportclub-Torhüter, wechselte von Rapids zweiter Mannschaft nach Dornbach, arbeitet aber weiter in der Marketingabteilung Rapids. Austrias Trainer Stephan Helm weiß um die Brisanz des Spiels, ist aber überzeugt: „Wenn wir an unsere eigene Leistungsgrenze kommen, werden wir gewinnen und aufsteigen!“
Rapid spielt hingegen beim Regionalliga-Neuling Wienerberg nur vor 1000 Zuschauern. Weil der ORF auf der Beginnzeit von 20.30 Uhr bestand. Flutlicht gibt es am Platz des Wiener Liga-Meisters nur am Kunstrasenplatz. Dort sind nur 1000 Zuschauer zugelassen. Ein Ausweichstadion fand sich nicht, Rapid lehnte einen Platztausch ab. Pech für Wienerberg. Das Match erinnert an die Siebzigerjahre, als Wienerberger im Klubnamen Rapoids vorkam. Weil die Baustofffirma damals der Hauptsponsor Rapids war. Mit Wienerberger als Sponsor wurde Rapid 1976 Cupsieger. Nicht dabei ist Yusuf Demir. Er ist zum letzten Mal nach seinem „Schuhwurf“-Ausschluss gegen Sturm Graz in der vergangenen Saison gesperrt. „Wir werden die Spieler bringen, die am frischesten sind“, kündigte Trainer Hoff Thorup an. Abgesehen vom Aufstieg hat Rapid noch ein Ziel: Eine bessere Leistung als am Donnerstag beim 3:1 in Andorra gegen Santa Coloma.
Foto: Wiener Sport-Club.