Die Gefahr, dass Lionel Messi an seinem 38. Geburtstag am Dienstag mit Inter Miami aus der Klub-WM ausscheidet, ist gebannt. Durch den Superstar höchstpersönlich. Sein Freistoß von der Strafraumgrenze sorgte Donnerstagabend vor nur 31 783 Zuschauern im 71.000 Besucher fassenden Mercedes Benz-Stadion von Atlanta für das 2:1 (1:1) gegen den FC Porto. Unter Mithilfe von Portos Keeper Claudio Ramos, den Messi mit links im Tormanneck überraschte. Damit haben Inter Miami und Palmeiras aus Sao Paulo je vier Punkte, Al Ahli und Porto nur je einen. Ein Unentschieden im direkten Duell am Dienstag in Miami reicht sowohl dem Messi-Klub als auch Palmeiras für den Aufstieg ins Viertelfinale.
Für die Überraschungen am Freitag sorgten zwei Klubs aus Brasilien: Zunächst Botafogo durch das 1:0 (1:0) in der Rose Bowl von Pasadena vor 53.699 Fans gegen Champions League-Sieger Paris St. Germain, dann Flamengo in Philadelphia mit dem 3:1 gegen Chelsea nach 0:1-Pausenrückstand. Botafogo und Flamengo sind die bisher einzigen Mannschaften, die zwei Siege feierten. Botafogo, 2024 Meister und aktuell Tabellensechster, genügte in der ersten Hälfte ein einziger Torschuss zur Führung, die hielt. Der kam von Stürmer Igor Jesus, der vor elf Monaten aus den Vereinigten Arabischen Emiraten von Shabab Al-Ahli kam. Der 24 jährige brasilianische Nationalspieler wechselt nach der Klub-WM für 20 Millionen Ablöse in die englische Premier League zu Nottingham. Bei Paris fehlten Kapiän Marquinhos und Torjäger Ousmane Dembele, Europameister Fabian Ruiz und Joao Neves wurde erst nach 55 Minuten eingewechselt, Flügel Bradley Barcola noch später. Die Pläne von Trainer Luis Enrique gingen nicht auf. Aber dennoch wird Montag gegen Seattle der Aufstieg gelingen. Atletico Madrid, nach dem 3:1 gegen Seattle punktgleich mit Frankreichs Meister, hat mit Botafogo sicher die schwerere Aufgabe.
Flamengo aus Rio de Janeiro, der beliebteste Klub in Brasilien, kam als Tabellenführer zur WM, kassierte in elf Runden nur vier Tore. Den 0:1-Rückstand verwandelten die „Rubro-Negro“ (Rot-Schwarzen) zwischen der 62. und 65. Miute durch de kurz zuvor eingewechselten Stürmer Bruno Henrique und Innenverteidiger Danilo, der zwischen 2012 und 2024 bei FC Porto, Real Madrid, Manchester City und Juventus gespielt hatte, in ein 2:1. Das 3:1 fiel im Finish, Chelsea spielte ab der 68. Minute nach der roten Karte für Joker Nicolas Jackson mit zehn Mann. Der Senegal-Stürmer spielt nur vier Minuten. Zwei brasilianische Mannschaften sind sicher im Achtelfinale.