Acht Legionäre in der Startelf, fünf auf der Ersatzbank, von denen drei eingewechselt wurden – so präsentierte sich der LASK letzten Samstag in der ersten Cuprunde. Drei Tage vor dem Bundesligastart gegen Meister Sturm Graz vergrößerten die Linzer noch ihr Ausländerkontingent: Um einen 20 jährigen Mittelfeldspieler aus Nigeria, der in den letzten zwei Jahren in Serbien bei Novi Pazar spielte. Letzte Saison gehörte Adetunji Adeshina 31-mal zur Startelf, hatte an Platz drei mit sechs Toren und zwei Assists seinen Anteil. Der LASK gab ihm einen Dreijahresvertrag, weil er in Adeshina einen flexiblen und dynamische Perspektivspieler sieht. Zum Kader der Linzer gehören mit Adeshina vier Nigerianer, von denen Moses Usor gesetzt ist. Wie es aussieht, werden das gegen Sturm nur drei Österreicher sein: Torhütertalent Lukas Jungwirth, Kapitän Sascha Horvath und Ex-Rapidler Christoph Lang.
Auch der GAK glaubt seine Sorgen im Abwehrzentrum nur mit einem Ausländer beseitigen zu können: Mit dem 27 jährigen Donovan Pines. Der 1,96 Meter große amerikanische Riese war letzte Saison vereinslos, davor spielte er in Englands League One, der dritten Liga, bei Barnsley und in der Major Soccer League bei D.C. United, dem Klub aus der Hauptstadt Washington. Pines betritt zwei Länderspiele für die USA.
Aufsteiger Ried hat noch einen österreichischen Stürmer im Visier, der sich bei Rapid nicht durchsetzen konnte: Den 22 jährigen Vorarlberger Noah Bischof, den Rapid im Jänner 2024 von Altach holte, ihn zunächst bis Sommer in die zweite Liga an die Vienna verlieh. Nach der Rückkehr kämpft er auch mit muskulären Problemen. Die Bundesligabilanz bei grün-weiß sieht mager aus: Zweimal Startelf, zwölfmal eingewechselt, je ein Tor und Assist. Wahrscheinlich erinnert sich Ried noch an den Bischof, als er bei Altach auffällig agierte.
Finanzielle Zwänge sollen Sturm Graz-Sportchef Michael Parensen bei der Stürmersuche bremsen. So hört man es aus dem Umfeld des Meisters. Die solle bestehen, weil die Legionäre Szymon Wlodarczyk und Bryan Teixeira, mit denen Trainer Jürgen Säumel nicht plant, bisher keinen Abnehmer fanden. Wlodarczyk wurde von Zweitligist Salernitana, an den er verliehen war, nicht gekauft, Teixeira spielte nur in der zweiten Mannschaft des deutschen Zweitligisten Magdeburg. Ihre Verträge bei Sturm laufen noch, daher stehen sie auf der Gehaltsliste. Aber trotzdem müsste Sturm genug Geld in der Kassa haben: Die Einnahmen aus der Champions League, drei Verkäufe in den letzten drei Jahren, die an die 47 Millionen brachten. Die von Rasmus Höjlund, Emanuel Emegha und Mike Biereth. Gekostet hat Sturm der Kauf des Trios nur etwas mehr als 14.
Foto: LASK.