Fußball

Zum 70. Geburtstag von Herbert Prohaska 70 Geschichten über Prohaska – Tag 62

70 Geschichten Herbert Prohaska 70 Geburtstag

Am 8. August feiert Herbert Prohaska, Österreichs Jahrhundertfußballer, der letzte Teamchef, mit dem sich Österreich für eine Weltmeisterschaft qualifizierte, seinen 70. Geburtstag.  Sie können bis zum Ehrentag täglich eine Geschichte aus dem Leben von Herbert Prohaska, insgesamt 70, lesen.

Seit 21. Dezember 2011 ist Herbert Prohaska auch der Jahrhundert-Austrianer. Ernannt auf einer violetten Gala zum Ende des Jubiläumsjahrs zum 100. Geburtstag des Traditionsklubs in der Wiener Stadthalle. Zu der auch Ex-Kanzler Franz Vranitzky, Ex-Vizekanzler Josef Pröll, der 14 Jahre später neuer ÖFB-Präsident wurde, Wiens Bürgermeister Michael Häupl  und Burgenlands Landeshauptmann Hans Niessl als bekennende Austria-Fans gekommen waren, die auch Kabarettist Alfred Dorfer und Austro-Popstar Wolfgang Ambros sind, zwei Freunde Prohaskas, die damals für Stimmung sorgten. Zunächst wurde Austrias Jahrhundert-Elf bekanntgegeben. Mit Franz Wohlfahrt, Robert Sara, Erich Obermayer, Toni Pfeffer, Prohaska, Ernst Ocwirk, Felix Gasselich, Ernst Baumeister, Andi Ogris, Toni Polster und Matthias Sindelar. Mit acht aus der Mannschaft hatte er zusammengespielt, Wohlfahrt, Pfeffer und Ogris gehörten zur Meistermannschaft, die er trainierte. Jammerschade, dass Prohaskas Vater dies nicht erleben konnte. Sein Sohn und Sindelar in einer Mannschaft . . .

Danach wurde Hermann Stessl, der Austria 1978 erstmals in ein Euopacupfinale gebracht hatte, zum Jahrhunderttrainer ernannt. Danach Prohaska zum Jahrhundert-Austrianer. Bei seinen Dankesworten konnte er am Ende die Tränen nicht mehr zurückhalten: „Es gibt größere Klubs auf der Welt. Ich selbst habe in Italien bei zwei gespielt. Aber für mich gibt es keinen größeren als die Austria!“ Darauf folgte tosender Applaus, ebenso wie für die nächste Liebeserklärung: „Andere Vereine haben mehr Zuschauer. Aber ihr Fans seid die besten auf der Welt!“ Daran hat sich bis heute nichts geändert.

Eigentlich kein Wunder, dass die Austria-Fans ihn noch immer in Sprechchören feiern, seinen Namen in den Mund nehmen. Und das 36 Jahre nach dem Ende seiner Spielerkarriere. Sein Leben lang nicht vergessen wird Prohaska die überlebensgroße Choreografie von ihm, die im Mai 2022 bei einem Derby auf der Fantribüne hing. Wenige Tage zuvor hatte er das riesige Stoffband selbst unterschrieben. Auch zum Siebziger haben die Austria-Fans zwei Tage nach dem Geburtstag im Heimspiel gegen Wolfsberg eine spezielle Choreografie geplant. Und auch vom Verein gibt es eine spezielle Aktion: Karten auf der Westtribüne kostet in Erinnerung an Prohaskas Rückennummer acht nur acht Euro.

 

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