Fußball

Ried kündigt nächsten denkwürdigen Auftritt an: Kein Aufstieg wäre Rapid-Negativrekord!

Jubelnde Ried-Spieler, betroffene Rapidler – dieses Bild gab es Anfang Dezember, als Ried über das 2:1 in Hütteldorf, den ersten Auswärtssieg gegen Grün-Weiß jubelte. Zweifelsohne ein denkwürdiger Auftritt. Den nächsten kündigte Rieds Trainer Max Senft für Samstag an. Im ausverkauften Cup-Viertelfinale gegen Rapid im Innviertel, das ORF 1 direkt überträgt: „Das wird ein Highlight“. Wenn der 1,98 Meter große Innenverteidiger Niki Havenaar fit ist, kann Senft die gleiche Besetzung wie in Hütteldorf mit seinen Torschützen Oliver Steurer und Philipp Pomer aufbieten. Wird er aber vermutlich nicht tun. Weil der im Dezember verletzte Sambia-Stürmer Kingstone Mutandwa, mit acht Treffer in 15 Spielen Rieds bester Torschütze, wieder einsatzfähig ist. Rapids neuer Trainer Max Thorup redete seine Mannschaft stark, kündigte an, dass Ried auf einen initiativeren Gegner als im letzten Jahr gefasst sein muss. Beeindruckt hat das in Ried aber nur wenige: „Wir wissen, was wir draufhaben und werden uns sicher nicht verstecken“, kündigte Senft an. In den ersten drei Cuprunden kassierte Rieds Kapitän im Tor, Andreas Leitner, keinen Treffer.

Bisher spielen Ried und Rapid fünfmal im Cup gegeneinander. Ried gewann dreimal, siegte auch in beiden Heimpartien. Das war 2008 im Achtelfinale (3:2) und drei Jahre später im Semifinale (2:1), als der damalige Kapitän Oliver Glasner, inzwischen ein international gefragter Erfolgstrainer, im Finish das Siegestor erzielte. Ein Monat später jubelte Ried damals über den zweiten Cuptriumph der Vereinsgeschichte. Vor drei Jahren gewann Rapid das Semifinale in Hütteldorf durch zwei Tore von Guido Burgstaller 2:1. Von der damaligen Mannschaft beginnt Samstag nur Keeper Niklas Hedl.  Trainer der Rieder war schon damals Max Senft, der auch nach dem Abstieg blieb, Rieds Urgestein Ante Bajic trug damals den Rapid-Dress.

Gibt es bei Rapid nicht den „Thorup-Effekt“, dann droht ein neuer Negativrekord in der langen Klubgeschichte. Kein Aufstieg bedeutet das zehnte Spiel hintereinander ohne Sieg. Das gab es zuvor noch nie. Der letzte gelang Rapid Anfang November in Hütteldorf mit dem 2:1 gegen Sturm Graz.

Foto: APA/Tobias Steinmaurer.

4

Meist gelesen

Nach oben