Nach zwei Wochen Nations League meldet sich am Samstag die Bundesliga zurück: Bis zur nächsten Teampause stehen fünf Runden am Programm. Derzeit kämpfen acht um die begehrten Plätze fünf und sechs, die zur Qualifikation für die Meisterrunde notwendig sind: Der Fünfte Ried, Hartberg, WSG Tirol, Aufsteiger Austria Lustenau und der GAK sind punktgleich, die Austria hat auf das Quintett einen Punkt Rückstand, der Vorletzte Wolfsberg schon drei, Schlusslicht Altach schon fünf. Daher ist für die Vorarlberger am Sonntag ein Heimsieg im Kellerduell gegen die Kärntner Pflicht. Bisher gelang es noch halbwegs, Ruhe zu bewahren – aber damit dürfte es vorbei sein, wenn Sonntag nicht drei Punkte geholt werden.
Aber schon am Samstag tut sich einiges: WSG Tirol kann im direkten Duell am Tivoli Ried überholen, der GAK peilt saisonübergreifend das elfte Heimspiel hintereinander an, in dem es keine Niederlage gibt. Aber Red Bull Salzburg ist unter seinem Trainer Danny Röhl in 14 Pflichtspielen ungeschlagen, hat mit fünf Siegen und zwei Unentschieden in den ersten sieben Runden den besten Saisonstart seit drei Jahren. Richtungsweisend wird sicher für die Wiener Austria das Heimspiel gegen den ersatzgeschwächten Vierten Sturm Graz, der mit drei Punkten mehr als Ried, aber fünf Rückstand auf den Dritten LASK vorerst irgendwie im „Niemandsland“ liegt. Einen Erfolg gab es vorher: Ein Wettanbieter (DAZN-Bet) konnte als zusätzlicher Sponsor fixiert werden. Der Namenszug wird auf den Rücken der Trikots der Feldspieler zu lesen, sein, bei Tormann Samuel Sahin Radlinger auf der Brust.
Die Austria verlor das letzte Heimspiel gegen Sturm 2:5 – fünf Auswärtstreffer gegen die Violetten gelangen Sturm damit erstmals. Wenn die Austria, die von ihren drei Heimspielen nur eins mit Glück gewann (2:1 gegen Austria Lustenau), gegen die Grazer verliert, dann würde es so wie letztmals vor 27 Jahren drei Niederlagen in den ersten vier Heimspielen geben. Was für die Austria spricht: Sturm holte aus seinen ersten vier Auswärtspartien nur vier Punkte _ so wenige wie zuletzt 2014, also vor zwölf Jahren. Sturm schoss in den ersten sieben Runden nur acht Tore – so wenig wie zuletzt vor sieben Jahren. Beim 0:3 gegen Salzburg blieb Sturm erstmals in dieser Saison überhaupt torlos. Dass bei Sturm Ideengeber Otar Kiteishvili fehlt, ist für die Austria sicher kein Nachteil.
Sonntag geht es beim Spitzenspiel zwischen Meister LASK und Tabellenführer Rapid um Platz eins. Als LASK-Trainer gewann Didi Kühbauer bisher alle vier Heimspiele gegen Rapid. Kommt ein fünftes dazu, dann überholt der Teilverteidiger drei Tage vor der Linzer Champions-League-Premiere gegen den FC Liverpool wieder Rapid. Auch Liverpool hat Sonntag ein Spitzenspiel: In der Premier League gegen Tabellenführer Manchester City, der laut einem Urteil der Liga für schuldig befunden wurde, über 15 Jahre hindurch durch unerlaubte Finanzmittel Titel gewonnen zu haben. Das gilt als größter Skandal der englischen Fußballgeschichte. Was passiert als Nächstes?
Foto: Yigit Oerme.