Fußball

Vertragt bis 2029 verlängert – aber wie lange bleibt Markovic bei Austria?

22 verschiedene Berater haben die Spieler des erweiterten Kaders der Wiener Austria. Mit zwei Ausnahmen: Eine davon ist U 17-Vizeweltmeister Vasilje Markovic (Bild).  Trifft der 18-jährige Mittelfeldspieler wichtige Entscheidungen schon selbst oder hört er auf den Rat seiner Eltern? Egal wie: Austrias Sportvorstand Tomas Zorn konnte zwei Tage nach der umstrittenen Verpflichtung des Ex-Tirolers  Valentino Müller etwas vermelden, wofür es nur Beifall geben kann: Die vorzeitige Vertragsverlängerung von Markovic bis 2029. Dabei ist es egal, ob es eine Ausstiegsklausel gibt und zu welchen Bedingungen die Markovic wann ziehen kann. Durch die Verlängerung kann man davon ausgehen, dass sich ein missglückter Transfer wie beim anderen U 17-Vizeweltmeister, Ifeany Ndukwe, zum FC Liverpool nicht wiederholen wird. Die Austria verkaufte den Innenverteidiger mit drei Millionen Euro weit unter Preis an den FC Liverpool, musste davon noch 15 Prozent an Ndukwes Berater Frank Schreier abliefern. Das ist ein Grund, warum Wirtschaftsvorstand Harald Zagiczek in der Kritik der Investoren steht. Denn Ndukwes Wechsel war zweifelsohne schon fixiert, bevor Zorn als Kandidat der Investoren sein Amt antrat.

Derzeit hat Markovic schon einen Marktwert von drei Millionen. Also wird die Austria einige Millionen mehr als für Ndukwe kassieren, wenn ein Klub Markovic aus dem Vertrag herauskaufen will. Wenn seine Entwicklung so weiter geht, ist anzunehmen, dass dies passieren wird. Fragt sich nur, wann. „Markovic  bringt mit seiner Dynamik, Athletik und Zweikampfstärke  ein Profil mit, das auf internationalem Niveau gefragt ist“, behauptete Zorn zurecht. Markovic ist so etwas wie ein Kind aus Favoriten, lebt am Laaerberg unweit der Generali-Arena, spielt seit neun Jahren bei der Austria, durchlief den gesamten Ausbildungsweg. Im Frühjahr 2026 debütierte er mit 17 in der Bundesliga, mittlerweile zählt er zu den Stammkräften von Trainer Stephan Helm. Die Markovic-Begründung für die Vertragsverlängerung klingt interessant: „Meine ersten Erfahrungen in der Bundesliga haben mir gezeigt, wie viel Potenzial noch in mir steckt. Mit der Vertragsverlängerung möchte ich den nächsten Schritt gehen, mich kontinuierlich weiterentwickeln, mehr Verantwortung übernehmen!“ So wie er hat mit Luca Weinhandl bei Sturm Graz noch ein anderer U 17-Vizeweltmeister inzwischen einen Stammplatz. WM-Schützenkönig Johannes Moser hat bei Red Bull Salzburg hingegen ein großes Problem: Eine langwierige Schambeinentzündung.

 

Foto: Yigit Oerme.

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