Fußball

Alaba holt dank Grillitsch-Wunder mit Hoffenheim in Dortmund auf! Lienhart im Pech

Eine Runde für Bayern München und David Alaba in der deutschen Bundesliga. Auch  weil seinen Landsleuten Florian Grillitsch (Bild oben) und Stefan Posch mit Hoffenheim beim Tabellenführer Borussia Dortmund ein mittleres Wunder gelang: Einen 0:3-Rückstand bis zur 75 Minute in ein unglaubliches 3:3 (0:2) verwandelt. Dazu fügte Hertha BSC Berlin ohne den gesperrten Valentino Lazaro Borussia Mönchengladbach die erste Heimniederlage der Saison zu. Gladbach verlor damit Platz zwei wieder an Bayern, die durch das 3:1 (2:1) gegen Schalke den Rückstand auf Dortmund von sieben auf fünf Punkte reduzierten. Aber so schön die Bayern inklusive Alaba nach vorn spielten, so sehr wackelte wieder einmal die Defensive bei Kontern. Daher kassierte der Meister bereits das achte Kontertor in dieser Saison, bei dem auch Alaba unglücklich aussah. Wofür ihn Trainer Niko Kovac sachlich kritisierte.

Die unerwartetste Aufholjagd gelang Grillitsch, Posch und dem starken Ex-Rapidler Joelinton mit Hoffenheim. Dortmund musste außer auf den verletzten Kapitän Marco Reus auch auf Trainer Lucien Favre verzichten. Der Schweizer hielt zwar noch die taktische Besprechung im Hotel ab, sass aber wegen einer Grippe nicht auf der Bank. Stand aber von daheim mit seinen Vertretern, den Assistenten Manfred Stefes und Edin Terzic, ständig in telefonischem Kontakt. Dortmund hätte höher als 3:0 führen können, als Hoffenheim der Anschlusstreffer gelang.  Nicht nur das: Zwischen der 84. und 87. Minute gelang mit  Kopfballtoren des Tschechen Pavel Kaderabek und des Algeriers Ishak Belfodil der sensationelle Ausgleich. Für Belfodil war es das zweite Tor. Seine Einwechslung zur zweiten Hälfte erwies sich als Supergriff von Trainer Julian Nagelsmann. Die Erklärung von Grillitsch für das Wunder von Dortmund: „Man soll nie aufhören, an sich zu glauben. Wir haben alle gespürt, da ist noch etwas drinnen. Erst recht nach dem ersten Tor.“ Für den 21jährigen Innenverteidiger Posch waren die letzten 19 Minuten vor 80.000 Zuschauern wohl das Highlight seiner jungen Karriere.

Das Duell der Österreicher mit Salzburg-Vergangenheit endete bei RB Leipzig-Eintracht Frankfurt ohne Tor. Was etwas verwunderlich blieb, denn mit Timo Werner und Yussuf Poulsen bei Leipzig sowie den Frankfurtern Luka Jovic und Sebastien Haller spielten vier der ersten sieben aus der  Torschützenliste. Dass der Däne Poulsen kaum zum Zug kam, lag auch an einem starken Martin Hinteregger, der auch im zweiten Spiel im Frankfurt-Dress ungeschlagen blieb, holte zwei Punkte gegen den Tabellenführer und beim Fünften holte.  Sein ehemaliger Salzburger Mitspieler Konrad Laimer sah Gelb, als er Hinteregger mit dem Fuß am Kopf traf. Später folgten auf Laimer auch Stefan Ilsanker wegen Hands und in letzter Minute Marcel Sabitzer wegen Kritik am Referee. Sabitzer traf einmal die Stange. Das blieb eine der wenigen herausragenden Szenen in einer intensiven, rustikalen Partie mit sechs gelben Karten. Frankfurts Trainer Adi Hütter gab auch zu, dass ihm die Leistung seiner Mannschaft nicht gefiel: „Weil wir uns vorne nicht durchsetzen konnten. Leipzig hatte die klareren Chancen.“ Frankfurt verteidigte Rang fünf gegenüber Leverkusen, Wolfsburg und Hoffenheim, bleibt fünf Punkt hinter Leipzig. Sabitzer und Co kamen an den Dritten Gladbach auf vier Punkte heran.

Nur der Videobeweis verhinderte das erste Tor von Österreichs U 21-Kapitän Philipp Lienhart in der Bundesliga für Freiburg. Als Schlusspunkt einer dramatischen Partie, in der Freiburg dreimal einen Rückstand aufholte, in der 87.Minute das 3:3 (1:1) schaffte. Dann köpfelte der solide Abwehrchef Lienhart in der Nachspielzeit nach einem Eckball unhaltbar ins lange Eck. Aber aus dem Kölner Videokeller kam der „Befehl“ an Deutschlands Topreferee Felix Brych, sich die Szene in der Video-Area nochmals anzusehen. Der entschied schnell: Das Tor zählte nicht, weil mit Dominique Heintz ein anderer Freiburger Innenverteidiger im Abseits stand und es dabei zu einem  Kontakt mit Tormann Koen Casteels kam. „Dann ist das ein aktives Abseits, kein passives“, erklärte Brych in die Sky-Mikrofone. Die Freiburger, auch Lienhart, sahen es anders: Sein Kopfball wäre nie zu halten gewesen. Pech für den 22jährigen Niederösterreicher.

 

Foto: Quattro.at.

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