Fußball

Aller guten Cupfinale sind für Didi Kühbauer drei

1995 jubelte Didi Kühbauer mit 24 als Rapid-Spieler über den ersten und einzigen Cupsieg seiner aktiven Karriere. 30 Jahre später über den ersten als Trainer mit Wolfsberg. Beide Male gewann er 1:0. Heuer könnte es sein dritter werden, der erste mit dem LASK, der bisher nur einmal Cupsieger war. Das gelang schon vor 61 Jahren. Im Cupfinale war der LASK zuletzt in Corona-Zeiten, verlor 2021 unter Ausschluss der Öffentlichkeit in Klagenfurt gegen Red Bull Salzburg 0:3. Die vorletzte Hürde zu Kühbaurs drittem Cupsieg ist Mittwochabend Ried im sicher hart umkämpften Oberösterreich-Derby, das es zuletzt in der Bundesliga vor zweieinhalb Wochen in Ried gab. Damals gelang dem LASK erst in der 103. Minute aus einem Elfmeter das 1:1. So endeten vier der letzten fünf Duelle zwischen Ried und den Linzern. Kühbauer erwartet erneut heftige Gegenwehr: „Wir müssen physische Präsenz zeigen!“  Im Anschluss an das letzte Duell kam es im Zuge einer feucht-fröhlichen Feier im Rieder VIP-Club offenbar dazu, dass Rieds Präsident Thomas Gahleitner einen brennenden Fanschal des LASK in Händen hielt. Irgendjemand filmte die Szene stellte das Video in die sozialen Medien, die Aufregung war groß. Gahleitner entschuldigte sich zwar für die sinnbefreite Aktion, wie er sie nannte, betonte, dass Fußball von Emotionen, Leidenschaften und einer mit Augenzwinkern gelebten Rivalität lebt – doch dennoch blieb das ein Thema.

Ried gilt als Cupspezialist. 1998 und 2011 Cupsieger, dazu zweimal im Finale, Mittwoch schon zum elften Mal im Semifinale – Zufall ist das sicher keiner. Im Viertelfinale wurde Rapid daheim eindrucksvoll mit 3:0 eliminiert. Doch Trainer Mamilian Senft behauptet, dass die Rollen vor dem Duell klar verteilt sind: „Wir nehmen unsere als Underdog gerne an!“ Das Derby ist mit 7336 Zuschauern restlos ausverkauft, live auf ORF 1 zu sehen. Ebenso davor das zweite Semifinale zwischen Salzburg und Altach. Salzburg war zuletzt vor vier Jahren Cupsieger, bezwang damals Ried im Wörthersee-Stadion 3:0. Sowohl Salzburg als auch die Vorarlberger sind mit ihrem neuen Trainer noch unbesiegt: Salzburg in zwei Spielen unter Daniel Beichler, Altach schon in fünf unter Ognjen Zaric. Beichler erwartet, dass Altach ähnlich defensiv agieren wird wie Hartberg letzten Sonntag beim torlosen Unentschieden: „Wenn wir glauben, daheim gegen Altach leichtes Spiel zu haben, kann das ernüchternd werden.“ Yorbe Vertessen und Jannik Schuster sind seit Montag wieder im Mannschaftstraining. Altach schaffte im Achtel- und Viertelfinale gegen Kapfenberg und Sturm den Aufstieg jeweils nach Verlängerung, Salzburg nur im Achtelfinale gegen WSG Tirol.

Foto: Yigit Oerme.

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