Fußball

Alles muss passen: Austria hat drei Dinge vorbereitet, um Sensation zu liefern! Zuvor droht Krach

Zuerst der FC Salzburg um die Ligaphase in der Europa League , danach die Wiener Austria um die in der Conference League. Für Salzburg ist es der Start in die Heimtriple. Auf das Duell gegen Schwedens Überraschungsmeister Mjällby folgen in der Bundesliga gegen die Wiener Klubs, Sonntag gegen die Austria und drei Tage darauf gegen Rapid. Salzburgs Aufgabe ist nach dem 1:0-Auswärtssieg entscheidend leichter als die der Austria nach dem 0:2 in Braga gegen den Semifinalisten der letzten Europa League. Die Sternstunde des LASK vom Dienstag machte zwar Mut – aber ist die Austria zu solchen Leistungen wie Österreichs Meister fähig? In dieser Saison war die Austria jedenfalls noch einiges davon entfernt.

„Wir können schon noch gefährlicher sein“, prophezeite Johannes Eggestein, Austria wirkungsvollste Waffe in der Offensive, „wichtig wird sein, in der Abwehr die Null zu halten!“ Aber im Abwehrzentrum hat die Austria Personalsorgen: Ibrahim Buhari brach sich beim Hinspiel die Hand, er verschuldete auch unnötig den Elfmeter zum 0:1. Der deutsche Linksfuss Jonas Feddersen ist fraglich, Philipp Wiesinger weiter außer Gefecht. „Wir haben uns zwei, drei Dinge zurechtgelegt, mit denen wir Favorit Braga erwischen können“, versprach Trainer Stephan Helm, „es muss alles passen, anders kann es nicht gelingen.“ Eine denkbare Variante: Kapitän Manfred Fischer diesmal nicht hinter Eggestein, sondern vor der Abwehr im zentralen Mittelfeld neben U 17-Vizeweltmeister Vasilje Markovic, diesmal Sanel Saljic und Julian Hettwer gemeinsam, um die Offensivpower zu erhöhen.

Die Chancen auf eine Sensation bleiben trotzdem gering, aber sie sind garantiert größer als die zuvor in der Aufsichtsratssitzung der Austria-AG in der es um einen neuen Vertrag  für Finanzvorstand Harald Zagiczek geht. Ein Vorschlag dere Investoren, bei dem beide Seiten das Gesicht hätten wahren können, fand keine Zustimmung. Austrias Präsident Kurt Gollowitzer und die anderen vier Vertreter der Klubs wollen die Vertragsverlängerung mit Zagiczek um zwei Jahre bis 2028 durchsetzen, bestreiten, dass die Investoren ein Vetorecht dagegen haben. Die sehen das, gestützt auf ein Gutachten des auf Gesellschaftsrecht spezialisierten Universitätsprofessors Friedrich Rüffl anders. Und wären bereit, dies bei Gericht einzuklagen. Wobei das nicht nur die WTF-Investoren rund um Ex-Sportvorstand Jürgen Werner gilt, sondern auch für einige der Viola-Investoren. Unter anderem für den bekannten Architekten Peter Podsedensek und „The Alabas Gmbh“, also David Alaba, Österreichs Teamkapitän mit violetter Vergangenheit.

ServusTV überträgt direkt Salzburgs Finalspiel, die Experten sind Sebastian Prödl und Florian Klein. Die Austria ist auf ORF 1 zu sehen, Herbert Prohaska und Austrias letzter Meistertrainer Peter Stöger sind vor Ort.

Foto: Yigit Oerme.

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