Fußball

Auf Zug geblieben: LASK durch Millionenregen „einzementiert“

Sternstunde, die beste Leistung einer österreichischen Mannschaft im Europacup seit langer,langer Zeit, ein unglaublicher Kraftakt, ein Triumph des Willens: Das alles trifft auf das 5:1 des LASK gegen Schottlands Rekordmeister zu, der die Linzer erstmals in die Champions League brachte, für Ekstase sorgte. Trainer Didi Kühbauer muss jetzt auch in den acht Spielen der Ligaphase den feinen Zwirn tragen. Das hatte er zuvor versprochen. Er ist bekannt dafür, zu seinem Wort zu stehen: „Unglaublich, so einen Gegner derart an die Wand zu spielen“, wunderte er sich über seine Mannschaft, der er schon nach dem unglücklichen 0:3 im Celtic-Park mit auf dem Weg gegeben hatte: „Wer jetzt den Kopf hängen lässt, der ist im falschen Film!“ Alle hielten sich daran: „Sie sind auch nach dem Double, das ein unglaublicher Erfolg war, auf Zug geblieben“,  lobte Kühbauer.

Jetzt sind sie ind er Champions League und stehen vor einem Millionenregen, der die Linzer als Nummer eins in Österreich einzementiert: 18,62 Millionen Startgeld, dazu der Anteil an den Marketing- und TV-Geldern, vier ausverkaufte Heimspiele, bei denen die Karten noch teurer sein werden als sie es gegen Celtic schon waren. Plätze auf der Längsseite kosteten 140 Euro. In der Form von Dienstag sind dem LASK auch Siege zuzutrauen, einer bringt 2,1 Millionen, ein Unentschieden 700.000. So kommen sicher mehr als 30 Millionen zusammen. Da kann man aich bis zum Ende der Transferzeit am kommenden Donnerstag noch Verstärkungen holen. Die Spekulationen um die Rückkehr von Sasa Kalajdzic begannen nur kurz nach dem Schlusspfiff. Um Florian Flecker, der vier Minuten nach der Einwechslung den LASK in der ersten Minute der Nachspielzeit in die Verlängerung köpfelte, gab es eine spezielle Geschichte: Dabei bekam er einen Schlag auf den Kopf ab. Kurz nach Beginn der Verlängerung sah er den Ball doppelt, musste wieder ausgewechselt werden.

Dank des LASK-Triumphs  machte Österreich in der Fünfjahres-Europacupwertung der UEFA zwei Plätze gut. Donnerstag ab 18 Uhr erfährt der LASK im Grimaldi-Forum von Monaco seine sieben Gegner. Der LASK ist so wie der VfB Stuttgart, Slavia Prag, Como, Lens mit dem Ex-Salzburger Samson Baidoo oder Aserbaidschan-Meister Sabah im vierten und letzten Topf. Mit einem der ganz Großen aus dem ersten Topf bekommt es der LASK : Entweder Titelverteidiger Paris St. Germain oder Bayern München, Real Madrid, FC Liverpool, Inter Mailand, Manchester City, Arsenal, Barcelona, Atletico Madrid. „Jeder, den wir kriegen, wird über Celtic stehen“, prophezeite Kühbauer. Aber egal gegen wen, der LASK wird sich wieder mutig präsentieren.

Einen Tag nach dem LASK erreichten auch AEK Athen (beim 4:0 gegen Levski Sofia traf Ex-Mattersburg-Legionär Branabas Varga zweimal), Viking Stavanger (3:1 gegen Dinamo Zagreb) als zweite norwegische Mannschaft nach Bodoe Glimt, Sturmn-Bezwinger Fenerbahce Istanbul (2:1 bei Olympique Lyon) und Slovan Pressburg  die Ligaphase. Beim 2:1 des slowakischen Meisters in Slowenien gegen Celje wurde Kevin Wimmer in der letzten Minute der Verlängerung eingewechselt. Er hat auch eine LASK-Vergangenheit.

 

Foto: UEFA.

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