Fußball

Am Beispiel Aiwu: Gregoritsch und die neuen Rohdiamanten

Gemeinsam sahen Österreichs Hoffnungen der Jahrgänge 200 und 2001 im Hotel Donnerstag Abend das 2:2 von Glasgow. Samstag Mittag beginnt für sie im spanischen Trainingscamp San Pedro del Pinatar die Vorbereitung auf ihre Qualifikation zur EM 2023 gegen Kroatien, Norwegen, Finnland, Aserbaidschan und Estland mit dem Test gegen Saudiarabien. Ab 12 Uhr live zu sehen im ÖFB-TV. Am Montag Nachmittag folgt das zweite Match gegen Polen. Teamchef Werner Gregoritsch erwartet nach den positiven Eindrücken der letzten Tage einiges: „Da sind einige Rohdiamanten dabei, die künftig den Unterschied ausmachen könnten!“ Das klingt sehr zuversichtlich. Als bestes Beispiel nannte er ausgerechnet ein Talent vom Letzten der Bundesliga, von Admira: Emanuel Aiwu. „Unglaublich, wie sich der gesteigert hat“, schwärmte Gregoritsch geradezu, „der hat fünf Kilo an Muskelmasse zugelegt, wird ein kräftiges Kraftpaket. Fußball spielen konnte er schon immer!“

Aiwu (Bild oben) ist ein zentraler Defensivspieler, eigentlich ein Innenverteidiger. Da entdeckt Gregoritsch Parallelen zwischen sich und Franco Foda: „Wir haben beide zu viele gute Innenverteidiger. Da fällt es schwer, auf einen zu verzichten!“ Bei der  U 21 sind dies Flavius Daniliuc, Legionär in Frankreichs League 1 bei OGC Nizza (derzeit auf Platz elf), der bei Weltmeister Patrick Vieira als Trainer vier Einsätze als Joker bekam, bei dessen rumänischen Nachfolger Adrian Ursea zehn von Beginn an, David Nemeth, die Mainz-Leihgabe bei Sturm Graz, Christoph Klarer, der bei Zweitligist Fortuna Düsseldorf Gas gibt, um einen Platz in der Mannschaft zu erkämpfen. Gregoritsch schätzt auch Rapids Leo Greiml  und Niklas Geyrhofer von Sturm Graz. Das sind sechs Mann für höchsten drei Positionen. Die Qual der Wahl. Auf einen Rohdiamanten muss Gregoritsch verzichten: Auf das große Tormanntalent des LASK, Tobias Lawal. Er flog wegen einer Knieverletzung heim, es droht sogar eine Operation. Eigentlich war Lawal als Nummer eins für die Qualifikation gedacht. Jetzt hat Niklas Hedl von Rapids zweiter Mannschaft gute Chancen, Aber nicht, weil sein Vater zum Trainerteam gehört. Seine Konkurrenten spielen so wie er in der zweiten Liga: Franz Strolz bei Kapfenberg, Ex-Rapidler Benjamin Jenciragic beim  Floridsdorfer AC.

Offensive Unterschied-spieler? Romano Schmid kann so einer werden, wenn er am Boden der Realität bleibt. Chelsea Thierno Ballo müsste so wie Aiwu körperlich etwas zulegen. Angetan ist Gregoritsch auch von Linksfuss Jonas Auer, der beim tschechischen Zweitligisten  Viktoria Zivkov spielt. Die Vorgabe des Teamchefs für beide Partien: „Unser eigenes Spiel durchbringen. Ich bin sicher, dass wir gute Leistungen liefern werden!“ Geklärt ist, wo die Heimspiele im Kampf um das EM-Ticket stattfinden werden: Wie zuletzt in Ried. Wegen des Wohlfühlfaktors im Innkreis.

Foto: ÖFB.

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