Fußball

Andi Herzog gegen Salzburg: Nicht hinten reinstellen und beten!

400.000 Euro sind in der vierten Runde der Bundesliga zu gewinnen. Wenn jemand beim Sixpack-Tippspiel von Ligasponsor Admiral die sechs richtigen Resultate errät. In der ersten Runde gab es fünf richtige Tipps, in der dritten vier. Mit der sechsten Runde endet Ende August der Sixpack, Admiral hat sich entschlossen, die Aktion im Frühjahr zu wiederholen, dabei breiter aufzustellen. Schon die drei Duelle am Samstag sind schwer zu erraten: Schafft Wolfsberg gegen WSG Tirol den ersten Saisonsieg? Die Tiroler 1:1-Spezialisten haben bisher von sechs Duellen gegen die Kärntner nur eines verloren. Kann Hartberg nach zwei Niederlagen den Negativtrend stoppen, gegen Ried einen Heimsieg feiern? Der erkrankte Kapitän Rene Swette fehlt wie beim 3:4 in Klagenfurt weiterhin im Tor. Und was schafft Andi Herzog mit Admira nach dem besten Saisonstart seit 2015 gegen den haushohen Favoriten Red Bull Salzburg in der Südstadt?

Das letzte Heimspiel gegen den Meister gewann die Admira im Dezember 1:0. Das war der einzige Sieg in den letzten zwölf Duellen gegen Österreichs Nummer eins, in denen es sieben Niederlagen gab. Möglicherweise hilft Admira, dass Salzburg schon an das Heimspiel in der Qualifikation zur Champions League gegen Bröndby Kopenhagen am Dienstag denkt, vor dem die Dänen Problem durch positive Corona-Tests haben und mit sechs Ausfällen leben werden müssen. Die Frage wird sein, wen Herzogs Kollege Matthias Jaissle drei Tage vorher gegen Admira schonen wird. Bei Zlatko Junuzovic dürfte es wegen einer Wadenverletzung der Fall sein: „Egal, wer spielt, wir wollen unseren Erfolgslauf fortsetzen“, kündigte der Deutsche an.

Herzogs Devise für eine Überraschung verriet er letzten Montag bei Talk und Tore von „Sky“. Und die klingt mutig: „Ich bin nicht der Trainer, der hinten einen Riegel aufbaut. Das gibt mir nichts. Admira soll spielerisch attraktiv und erfolgreich sein.“ Derzeit fehlte es noch an Durchschlagskraft im gegnerischen Strafraum. Am Papier hat Admira mit sechs Toren in drei Spielen die meisten seit neun Jahren erzielt, aber das täuscht wegen den durch zwei rote Karten dezimierten Aufsteiger Austria Klagenfurt. In Innsbruck und Ried traf Admira nur je einmal. Dennoch predigte Herzog seinen Spielern, an ihre Chance zu glauben: „Nur hinten reinstellen und beten, dass nichts passiert, bringt gar nichts!“ Auffällig bei Herzogs junger Welle war der 17 jährige Onurhan Babescu mit zwei Toren gegen Klagenfurt und einem Assist in Ried: „Er muss seine Stärken ausspielen!“ Herzog sieht die in extremen Qualitäten im Eins gegen Eins. Vergleiche mit Yusuf Demir hält Herzog aber für unangebracht. Jeder der beiden müsse seine eigene Persönlichkeit entwickeln. Die Parallele zwischen Demir und Babescu: Sie haben die gleichen Berater.

Foto: FotobyHofer/Christian Hofer.

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