Der Wechsel von Max Entrup vor zwei Jahren zum LASK ist derzeit der Rekordverkauf von Hartberg, der 1,3 Millionen Euro in die Kassen spülte. Samstag könnte die Entscheidung um einen neuen Rekordtransfer fallen: Es geht um den 24 jährigen deutschen Tormann Tom Ritzy Hülsmann, der 2024 von Bayerns zweiter Mannschaft nach Österreich kam. Zunächst für eine Saison in die zweite Liga zu St. Pölten, dann zu Hartberg. Der 2,05 Meter-Riese wurde zum besten Tormann der Bundesliga gewählt. Jetzt könnte er in die zweite französische Liga wechseln: Zu Stade Reims, dem Klub aus der Champagnerstadt. Bei dem Patrick Pentz nach seiner Austria-Zeit im Herbst 2022 spielte. Damals noch in der Ligue 1. Reims verkaufte Stammtorhüter Ewen Jaouen um nicht weniger als 21 Millionen Euro in die englische Premier League an Newcastle, sucht einen Nachfolger. Das Angebot ist Hartbergs Obmann Erich Korherr noch nicht gut genug. Dazu fehlt eine sechsstellige Summe, die eher nicht im niederen Bereich liegt. Bayern München wäre am Verkauf noch beteiligt. Hartberg würde Hülsmann gerne halten. Mit der Überlegung, dass er bei einer weiteren starken Saison allein wegen seiner Größe auch englischen Klubs auffallen wird und dann die Ablöse noch höher wäre als jetzt. Hülsmann oder seine Berater denken, dass dies über die zweite französische Liga leichter gelingt als über Österreichs Bundesliga. Sollte der Rekordverkauf Hülsmann Tatsache werden, braucht Hartberg eine neue Nummer eins. Die „Ansprüche“ von Trainer Markus Schopp: Mindestens 1,90 Meter groß, stark mit dem Fuß.
Einige Klubs bestreiten schon Vorbereitungsspiele. Die Wiener Austria gewann ohne einige Stammspieler wie Aleksandar Dragovic, Kapitän Manfred Fischer oder Abubakr Barry in Parndorf 4:0 (3:0). Vor der Pause trafen die Youngsters. Einmal Philipp Maybach, zweimal U 17-Vizeweltmeister Vasilje Markovic, in der zweiten Hälfte der neue deutsche Offensivspieler Julian Hettwer kurz nach der Einwechslung. Bis zur Pause spielte der letzte Saison an WSG Tirol verliehene Moritz Wels. Hauptthema in Violett ist aber die Suche nach einem neuen Hauptsponsor. Frankstahl beendete nach vier Jahren diese Partnerschaft, die eigentlich nur für eines geplant war. Finanzvorstand Harald Zagiczek führt Verhandlungen mit potenziellen neuen Partnern. Bis es zum Abschluss kommt und das neue Trikot präsentiert wird, spielt die Austria mit den Dressen der letzten Saison und der Aufschrift Frankstahl.
Red Bull Salzburg gewann in Seekirchen 5:0 (3:0), Karim Konate traf zweimal. Ried holte gegen Zweitligist Austria Salzburg einen 0:2-Pausenrückstand auf. Der neue Trainer Mario Despotovic wechselte die komplette Mannschaft aus, Stefan Schwab feierte sein Ried-Debüt in der zweiten Hälfte bei der Aufholjagd zum 2:2. Sturm Graz gewann in Slowenien gegen NS Mura 5:0 (2:0). Drei Treffer gingen auf das Konto von Neuerwerbungen: Vor der Pause traf zweimal Simon Seidl, Innenverteidiger Petar Petrovic sorgte für den Endstand. Der Vizemeister hat einen neuen „Head of Scouting and Recruitment“, auf Deutsch einen neuen Chef für Personalbeschaffung. Sportvorstand Michael Parensen vertraut dem 32-jährigen Schweizer Philipp Kaufmann. Der war von 2017 bis 2023 beim FC Basel Kaderplaner. In dieser Zeit gewann der Traditionsklub keinen Titel. Ab März 2024 hatte Kaufmann sieben Monate lang eine schwere Zeit im Norden Deutschlands als Sportvorstand beim VFL Osnabrück. Vier Monate nach dem Abstieg in die zweite Liga musste er gehen. Eineinhalb Jahre später bekam er den neuen Job in Graz.
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