Fußball

Atalanta rettete Italien! 22 Minuten Alaba bei 2:1 von Real Madrid

Ohne den am Knie verletzten Kylian Mbappe erreichte Real Madrid gegen Benfica Lissabon das Achtelfinale in der Champions League. Durch den zweiten Sieg mit einem Tor Differenz – auf das 1:0 im Estadio da Luz vor einer Woche folgte im Bernabeu-Stadion ein 2:1 (1:1). Nach 14 Minuten ging Benfica durch Rafa Silva in Führung, wodurch es 2:2 stand. Aber nur 164 Sekunden später glich Aurelio Tchouameni aus, womit wieder Real vorne lag. Das entscheidende Tor erzielte wie beim Hinspiel Vini jr., diesmal erst nach 80 Minuten. Drei Minuten nach der Einwechslung von David Alaba. Im Abwehrzentrum begannen zwei Rechtsfüße. Raul Asencio und der Deutsche Antonio Rüdiger. Damit war Linksfuß David Alaba auf der Bank. Im Finish kam Österreichs Teamkapitän für den verletzten Raul Asencio. Da es eine neunminütige Nachspielzeit gab, spielte er 22 Minuten. Mehr Mühe als erwartet hatte Paris St. Germain nach dem 3:2-Auswärtssieg mit AS Monaco im Parc de Prince: Zur Pause lag der Titelverteidiger 0:1 zurück, ehe die gelb-rote Karte für Monacos Mamadou Coulibaly nach 58 Minuten für den Umschwung sorgte. Acht Minuten später führte Paris 2:1, kassierte aber mit einem Mann mehr in der 91. Minute den Ausgleich. Danach vergab der Belgier Wout Faes Monacos  Siegeschance.

Im ersten Spiel am Mittwoch rettete Atalanta Bergamo die italienische Ehre, schlug Borussia Dortmund 4:1 (2:0), kam mit 4:3 weiter. Ein Desaster für die Borussia, bei der Trainer Niko Kovac Marcel Sabitzer nicht einsetzte, das rund elf Millionen Euro kostet. Bereits nach fünf Minuten führte Atalanta, zur Pause 2:0, daher gesamt 2:2. Durch den Kopfball des Kroaten Mario Paselic stand Atalanta nach 57 Minuten bereits im Achtelfinale. Vorerst 18 Minuten, ehe der eingewechselte Ex-Salzburger Karim Adeyemi mit links traf. Es sah alles schon nach einem Nachspiel aus, als in der vierten Minute der Nachspielzeit Dortmunds Schweizer Tormann Gregor Kobel völlig unbedrängt Paselic den Ball in die Füße spielte. Bei dessen Flanke traf Innenverteidiger Ramy Bensebaini den Ball mit der Ferse, allerdings auch den Montenegriner Nikolai Krstovic am Kopf. Der VAR schickte den spanischen Referee José Martínez zum On-Field-Review, der auf Elfmeter und Gelb-Rot für Bensebaini entschied. Damit hatte der Algerier, der bei der WM iner der Österreich-Gegner, einen schwarzen Abend: Fehler beim 0:1, beim 0:2 den Ball mit dem Oberschenkel abgefälscht, dann den Elfmeter verschuldet. Den der in Berlin geborene Serbe Lazar Samardzic unter die Latte hämmerte (Bild). In der achten Minute der Nachspielzeit mit der letzten Aktion des Spiels.

Unerwartet in die Verlängerung ging es bei Juventus gegen Galatasaray. Nach dem 2:5 in Istanbul schien für Juventus alles verloren, zumal es zuletzt fünf Niederlagen gab. Aber dann passierte fast ein Wunder, obwohl nach 48 Minuten beim Stand von 1:0 der portugiesische Referee Joao Pinheiro mit einer Fehlentscheidung, der roten Karte für den englischen Abwehrspieler Lloyd Kelly, Juventus dezimierte. Mit zehn Mann schaffte Juventus fast das Wunder: Nach 82 Minuten brachte ein Kopftor des Amerikaners Weston McKennie das 3:0, daher Verlängerung. Galatasaray-Torjäger Victor Osimhen traf in der letzten Minute der ersten Hälfte zum 3:1, das hätte für den glücklichen Aufstieg gereicht. Dann erzielte Baris Yilmaz noch das 3:2 – gesamt 7:5 für Galatasaray. Damit ist der türkische Meister erstmals seit zwölf Jahren im Achtelfinale.

Atalanta trifft im Achtelfinale, das Freitag ausgelost wird, entweder auf den englischen Tabellenführer aus England (Arsenal) oder den deutschen (Bayern München), Real Madrid auf Manchester City oder Sporting Lissabon, Paris St. Germain auf Barcelona oder Chelsea, Galatasaray auf Liverpool oder Tottenham.

Foto: UEFA.

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