Eishockey

Auch gegen Weltmeister: Eishockeyteam braucht in Kopenhagen Wunder

Der neue Weltmeister Schweden, Russland, Tschechien, die Schweiz, Weißrussland, die Slowakei und Veranstalter Dänemark wären auf Grund der Weltrangliste  ab 4. Mai 2018  in Herning die Gegner von Österreichs Eishockeyteam bei der Rückkehr in die A-Gruppe gewesen.  Auf den ersten Blick hätte  es da für Österreich als Sechzehnten eine unlösbare Aufgabe gegeben, mit der neunjährigen Tradition zu brechen, wonach der Aufsteiger gleich wieder absteigen muss. Das wird wohl  auch Teamchef Roger Bader so sehen, auch wenn diese Gruppe  wegen des Duells gegen sein Heimatland Schweiz für ihn einen besonderen Reiz haben mag. Aber da Dänemark und Schweden nicht in einer Gruppe spielen sollten, wurden die Einteilung geändert: Österreich spielt nicht in Herning, sondern in der Hauptstadt Kopenhagen in der neuen Royal Arena, die 12.500 Zuschauer fasst.  Und damit nicht gegen Dänemark, sondern gegen Frankreich. Die andern Hürden bleiben, womit die Gruppe um nichts leichter wurde.

Dass Österreich heuer am 6. April beim zweiten WM-Vorbereitungsspiel gegen Schweden in Wien (nru 3:4) eine sehr gute Figur machte, hat keine Relevanz:  Die Mannschaft, die Sonntag Abend in Köln Titelverteidiger Kanada nach Penaltyschießen 2:1 enttrohnte, hat nichts mit der Wiener Besetzung zu tun. Von der Teamchef Rikard Grönborg im Kampf um Gold keinen einzigen Spieler aufbot.Der gefeierte Held in Schweden ist ein Mitspieler von Michael Grabner bei den New York Rangers: Der 35jährige Goalie Henrik Lundqvist, der sich nach dem Scheitern in denNHl-Play-offs gegen Ottawa entschloss, das WM-Abenteuer einzugehen.

Ihn reizte es,den zweiten großen Titel nach dem Olympiasieg 2006 zu holen. Noch dazu gemeinsam mit Zwillingsbruder Joel, Stürmer bei Frolunda Göteborg,  zu spielen.  Das wurde dank des Goalies eine Erfolgsstory. „King Henrik“ gewann nach zwei Niederlagen gegen die Kanadier bei der WM erstmals gegen sie. Machte dies mit 42 abgewehrten Schüssen und zwei gehaltenen Penaltys auch möglich. Lundqvist wird von der „Team 8“-Agentur des Schweizers Tony Godsick  vermarktet. Die auch Roger Federer unter Vertrag hat. Lundqvist behauptete, die Gespräche mit der Schweizer Tenniskönig über dessen Erfolgsmethoden hätten in vor dem NHL-Play-off in Topform  gebracht. Federer selbst kann sich das nicht so richtig vorstellen.

Zurück zu Österreich und die Chancen, nicht Gruppenletzter zu werden: Gegen Schweden, Russland, Tschechien, die Schweiz gibt´s kein reelle Chance auf Punkte. Gegen Weißrussland vielleicht eine Mini-Chance. Frankreich war der letzte Aufsteiger, der den Klassenerhalt schaffte, gewann in Paris gegen Finnland 5:1, gegen die Schweiz und Weißrussland jeweils 4:3, unterlag Kanada 2:3, verpasste das Viertelfinale. Danach beendeten die 41jährige Tormannlegende Cristobal Huet und der 37jährige Stürmer Laurent Meunier ihre Teamkarriere. Huets Nachfolger spielt mit Florian Hardy beim EHC Dornbirn.  Und die Slowakei? Wenn die NHL-Legionäre so wie heuer wegen Streitigkeiten mit dem Verband in Bratislava wieder die WM boykottieren, wäre es für Österreich günstig. Erwarten darf man das aber nicht. In Kopenhagen nicht abzusteigen, wäre ein rot-weiß-rotes  Eishockeywunder. Österreichs  Siege bei der Grazer Euro Challenge im Februar diese Jahres gegen die Slowakei (2:1) und Frankreich (3:1) sagen im Mai  2018 nichts mehr aus.

 

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