Fußball

Auch Rapid für Aufsichtsrat Kraetschmer: Nach zwei Jahren hat Austrias Vorstandschef wieder Zeit

Noch bevor die Klubkonferenz der Bundesliga sich Donnerstag mit dem Terminplan für die kommende Saison beschäftigte, legten sich die zwölf Klubs auf den Nachfolger des zurückgetretenen LASK-Präsidenten Siegmund Gruber im Aufsichtsrat fest. Die Wahl fiel einstimmig auf Markus Kraetschmer, den Vorstandschef der Austria AG (Bild oben). Damit muss auch Rapid für ihn gestimmt haben. Daraus kann man schließen, dass die Zeiten, in denen in Wien zwischen Grün-Weiß und Violett die Hackl´n geflogen sind, vorbei sind. Vielleicht auch, weil in Corona-Zeiten Einigkeit notwendig und gefragt ist. Vor allem, wenn es um Gespräche mit der Politik geht. Da geht es noch einige offene Fragen. Die dringendste: Wann fließen die Schadenersatz-Gelder für die Vereine? Daran sind alle mit Ausnahme von Red Bull Salzburg sehr interessiert, am brennendsten die Wiener Klubs.

Für Kraetschmer ist es ein Comeback im Aufsichtsrat nach zwei Saisonen. In dem war er zwölf Jahre lang von 2006 bis 2018, sogar Vizepräsident und damit im Präsidium des ÖFB. Sein Comeback wirft vor allem aus einem Blickpunkt Fragen auf. 2018 hieß es, die Situation der Austria erfordere seine volle Konzentration auf die Belange des Klubs. Das legte ihm auch der Aufsichtsrat der AG nahe. Hat sich die violette Lage wirklich so zum positiven verändert, dass Kraetschmer wieder die Agenden des Aufsichtsrats übernehmen kann? Nach außen hin betrachtet hat sie sich nicht entscheidend verändert, eher  verschlechtert. Finanzielle Nöte, sportlich eine total verkorkste Saison. 2018 beendete die Austria die letzte Zehnerliga auf Platz sieben, 2019 den Grunddurchgang unter den ersten sechs, schaffte dann noch einen Europacupplatz. Heute ist der noch in Schwebe. Und die finanzielle Lage hat sich garantiert nicht verbessert. Sondern schon vor Corona eher verschlechtert. Es stimmt zwar, dass es anders als 2018 seit einem Jahr mit Peter Stöger einen zweien Vorstand gibt. Aber der sollt sich ja in erster Linie um sportliche Belange kümmern. Wirtschaftlich gibt es genug zu tun. Etwa die Suche nach dem Investor. Ob dabei die Funktion des Aufsichtsrats in der Bundesliga hilfreich ist? Offenbar muss das der violette Aufsichtsrat so sehen. Denn diesmal gab es kein Veto.

Fünf Stunden und 16 Minuten nach der Kraetschmer-Wahl meldete die Bundesliga den Terminplan für die Saison 2020/21: Sie beginnt mit der ersten Runde im Uniqa-Cup zwischen 28. und 30.August, in der Bundesliga nach der Natons League-Pause für das Team zwischen 11. und 13.September. Und geht  bis vier Tage vor Weihnachten, bis 20. Dezember. Infolge Europacup und Terminen für die Nationalmannschaft gehen sich aber in der Zeit lediglich zwölf der 22 Runden im Grunddurchgang aus. Daher dauert die Winterpause nur bis 22.Jänner. Die ausstehenden zehn Runden werden bis 21.März über die Bühne gebracht. Zum Vergleich: Für die jeweils zehn Runden der Meister-und Qualifikationsrunde im Frühjahr brauchte es mit englischen Wochen zwischen 2.Juni und 5.Juli mit englischen Wochen nur 33 Tage, die zwölf Herbstrunden erstrecken sich hingegen über 101. Da gibt es keinen Platz für eine englisch Runde, erst im Jänner und Februar für je eine. Die Gestaltung der Finalrunde erfolgt erst im Herbst. Dazu werden wohl einige Verhandlungen mit Teamchef Franco Foda notwendig sein. Denn die Bundesliga sollte Mitte Mai wegen der Vorbereitung auf die Endrunde der  Europameisterschaft beendet sein,

Foto: FK Austria.

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