Auf die erste Niederlage nach 19 Spielen vor der Länderspielpause folgte für Oliver Glasner nach einer Woche in Österreich samt Ehrung zum „Trainer des Jahres“ mit Crystal Palace Samstag im ausverkauften Selhurst-Park gegen den Vierten Bournemouth ein Sechstore-Krimi. Im Mittelpunkt beim 3:3 (0:2) stand Torjäger Jean Philippe Mateta, der dreimal seinen typischen Torjubel mit einem Tritt gegen die Eckfahne zeigte. Viel fehlte nicht und es wäre auch ein viertes Mal die Gelegenheit dazu gewesen. Letzten Montag erzielte Mateta in seinem zweiten Länderspiel sein erstes Tor im französischen Team beim 2:2 in Reykjavik gegen Island, Samstag sicherte sein Hattrick binnen 33 Minuten Crystal Palace einen Punkt. In der 64. Minute begann der 28 jährige mit dem Anschlusstreffer, fünf Minuten später jubelte er über den Ausgleich. Bournemouth ging in der 89 Minuee wieder in Führung, in der 97. Minute verwandele Mateta einen Elfmeter zum Ausgleich. In der letzten Aktion des Spiels wäre ihm beinahe noch der Siegestreffer gelungen. In bisher zwölf Pflichtspielen dieser Saison erzielt Mateta für die „Eagles“ sieben Tore. Glasner war nachher mächtig stolz auf seine Mannschaft: „Das war die beste Offensivleistung in dieser Saison!“ Crystal Palace fiel mit dem Unentschieden zwar von Platz sechs auf acht zurück, liegt aber nur drei Punkte hinter dem Zweiten Manchester City. Glasners Hoffnung: „Vielleicht war das die Initialzündung zu einer neuen langen Erfolgsserie!“ In der nächsten Runde wartet aber das London-Derby bei Tabellenführer Arsenal: „Wir werden wie immer auch in dieses Spiel gehen, um es zu gewinnen!“
Die Premier League stand Samstag auch im Zeichen eines kuriosen Trainerwechsels: Der griechische Nottingham-Besitzer Evangelos Marinakis warf 19 Minuten nach dem Schlusspfiff zur 0:3 (0:0)-Heimpleite gegen Chelsea, das den Rückfall auf einen Abstegsplatz bedeutete, Trainer Ange Postecoglu raus. Der Australier, der letzte Saison mit Tottenham die Europa League gewann, war erst seit 9. September im Amt, auf den Portugiesen Nuno Espirito Santo, der inzwischen beim Vorletzten West Ham landete, gefolgt. Damit war Postecoglu nur 39 Tage Trainer bei Nottingham.
Im ersten Spiel nach der überraschenden Trennung von Adi Hütter kam der AS Monaco beim Vorletzten der Ligue 1, Angers, nur zu einem 1:1 (0:0), ließ zwei Punkte liegen. Von Trainereffekt also keine Spur.
Foto: Crystal Palace.