Fußball

Ausnahme Klein: Verletzungen haben Austria noch im Griff! Sponsor-Kopfweh bei Rapid

Mehr Spieler als Meister Red Bull Salzburg, Winterkönig Sturm Graz oder Rapid hat die Austria im Trainingslager dabei. 29 sind derzeit in Ayia Napa auf der Mittelmeerinsel Zypern. Darunter die 18jährie Kreativhoffnung Dominik Fitz und selbstverständlich Franz Wohlfahrts wichtige Winterkäufe Michael Madl (Bild oben) und Stefan Stangl. Wichtig auch deshalb, weil auf Zypern Spieler dabei sind, die für den Ligastart am 4. Februar, das Derby gegen Rapid im Hütteldorfer Allianz-Stadion, kein Thema sind. Daher ist auch ein eigener Reha-Trainer im Camp. Die Verletungen haben Austria noch im Griff.

Am weitesten von der Rückkehr entfernt ist Teamtorhüter Robert Almer. Am 20. Oktober 2016, vor 15 Monaten, der Totalschaden im rechten Knie  nach 25 Minuten beim 3:3 in der Europa League beim AS Roma. Zwei Operationen waren notwendig, das größt Problem ist der Knorpelschaden. Derzeit versucht es mit neuen Heilungsmethoden eines deutschen Arztes, den ihm sein ehemaliger Mitspieler Markus Suttner empfahl. Suttner machte mit dem Spezialisten  in seiner Ingolstadt-Zeit gute Erfahrungen. An Laufen ist bei Almer derzeit nicht zu denken. Sobald er die Belastung erhöht, schwillt das operierte Knie an.

Auch Alexander Grünwald, der  letztmals am 6. August beim 2:2 im Derby bei Rapid in der dritten Runde spielte, sieht es danach aus, dass er nach dem Knorpelschaden in einem Monat ins Mannschaftstraining einsteigen kann, wenn bis dahin alles optimal verläuft. Worauf alle hoffen. Denn gerade auf Grünwald trifft der Satz von Trainer Thorsten Fink zu, dass man wegen der Ausfälle das gewohnte System ändern musste, zu dem er bei der erhofften Aufholjagd im Frühjahr  wieder zurückkehren will. Länger als Grünwald werden die defensiven Ausfälle brauchen: Den brasilianischen Innenverteidiger Renato Ruan  erwischte es gleich in seinem ersten Pflichtspiel für Violett am 20.September. Tor beim 3:0-Cupsieg in Vöcklamarkt, danach Sehnenriss im Oberschenkel. Da gibt´s großen Nachholbedarf. Routinier Heiko Westermann musste erst Mitte November unteres Messer. Knorpelschaden. Dauert auch noch.

Nur bei Rechtsverteidiger Florian Klein besteht Hoffnung, dass er früher als Grünwald zurückkehrt. Ihn erwischte es beim 0:1 im ersten Oktober-Derby gegen Rapid im Happel-Stadion. „Nur“ ein Mittelfußknochenbruch. Derzeit wäre es noch nicht ratsam, dass der Routinier  voll einsteigt, bei den Testspielen auf Zypern sein Comeback versucht. Im ersten gab es ein 1;1 (0:0) gegen Gornik Zabrze, bei dem David De Paula den Ausgleich erzielte. Ein starkes Ausrufezeichen kam von Meister Salzburg aus dem spanischen Trainingslager in Estepona  mit dem 5:0 (2:0) im Test gegen den überlegenen tschechischen Tabellenführer Viktoria Pilsen. Der in der Meisterschaft von 16 Spielen 15 gewann, bei dem der Ex-Salzburger Andreas Ivanschitz in der zweiten Hälfte Kapitän war. Für die Führung sorgte der 17jährige Romano Schmid mit seinem ersten Treffer im Salzburg-Dress. Bemerkenswert auch das 4:2 (3:2) von Sturm Graz gegen den FC Basel in Marbella. Ein schöner Samstag für den neuen Trainer Heiko Vogel sechseinhalb Jahre nach der Entlassung beim Schweizer Meister.

Unverschuldet neue „Kopfweh“ bekam Rapid. Nicht Trainer Goran Djuricin und Sportvorstand Freddy Bickel, sondern die Chefetage. Wenn ein Sponsor in Konkurs gehen muss, ist das nicht optimal für das Image, auch wenn der Klub gar nichts dafür kann. Vor allem, wenn der Konkurs medial solche Schlagzeilen macht wie der von WienWert in den letzten Tagen.  Das Immobilienunternehmen wurde im Juni 2016 mit mittlerem Brimborium rund um die Stadioneröffnung als neuer Sponsor präsentiert. Ein Dreijahresvertrag mit drei Raten über jeweils 500.000 Euro. Die dritte wird Grün-Weiß wohl nicht mehr bekommen.

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