Elf Tage vor dm ersten Pflichtspiel der neuen Saison ist Rapid weiter auf der Suche nach der „richtigen“ Mannschaft. Das gab Trainer Hoff Thorup nach dem 2:1 (0:0) bei Hertha Wels, letzte Saison Zehnter der zweiten Liga, zu. Beim Test auf der Heimfahrt aus dem Trainingslager Freistadt tauschte er vor 1200 Zuschauern zur Pause die komplette Mannschaft aus, die Besetzung der zweiten Hälfte gefiel dem Dänen besser, „weil wir uns besser bewegt haben und kreativer waren. In der ersten Hälfte passte die Intensität nur in den ersten 20 Minuten.“ Nach der Pause fielen auch die zwei Tore durch das 18-jährige Verteidigertalent Eaden Roka und den neuen Stürmer Tonni Adamsen, beide nach Eckbällen. Für Adamsen war der schöne Abschluss sein erstes Tor im Rapid-Trikot. Gemessen an den Chancen hätte der Sieg klarer ausfallen müssen. Aber das ist ja bei Rapid nichts Neues. Nicht zu übersehen waren die schweren Beine nach einer harten Trainingswoche. Mehr Aufschlüsse sollten Thorup die internationalen Tests am kommenden Mittwoch gegen Panathinaikos Athen, die Grün-Weißen aus Athen, und den Hamburger SV drei Tage später in Hütteldorf bringen.
Rapid agierte wieder im 4-2-3-1. In den ersten 45 Minuten mit Bendegüz Bolla, Nenad Cvetkovic, Serge Raux-Yao und Jonas Auer in der Viererabwehr, mit Romeo Amane und Kapitän Mathias Seidl im zentralen Mittelfeld, davor mit Yusuf Demir und Petter Nosa Dahl an den Flügeln, zwischen ihnen Tobias Gulliksen, ganz vorne Ercan Kara. Nach der Pause spielten Furkan Demir, Jakob Schöller, Armin Gröller und Roka in der Abwehr, Louis Schaub und Rückkehrer Nicolas Bajlicz im zentralen Mittelfeld, vor ihnen Nikolaus Wurmbrand, Marco Tilio und Talent Moulaye Haidara und Adamsen als Solospitze. Fakt ist, dass Rapid offenbar noch ein Defensivspieler im zentralen Mittelfeld wie früher Mamadou Sangare abgeht. Kamerun-Legionär Martin Ndzie zählt zu den Langzeitverletzten, Heimkehrer Moritz Oswald wurde in Wels nicht eingesetzt. Daher müssen Seidl und Schaub auf zentralen Positionen vor der Abwehr „aushelfen“. Beide sollten auf Grund ihrer Stärken eigentlich eine Reihe weiter vorne agieren.
Foto: SK Rapid/Widner.