Fußball

Mit Barrys Wechsel nach Salzburg erreichte Austria ihr „Millionen-Ziel“, schwächte sich aber

Das Kapitel Abubakr Barry bei der Wiener Austria ist beendet. Seit Montag ist der 25-jährige Mittelfeldspieler aus Gambia ein Neuzugang von Red Bull Salzburg, der  zu einer besseren Zukunft verhelfen soll. Er unterschrieb einen Dreijahresvertrag bis 2029, Sportchef Marcus Mann ist überzeugt, dass die neue Nummer 32 (Bild) in Wien nicht ihr volles Potenzial ausgeschöpft hat. Vor zwei Jahren holte Austrias ehemaliger Sportvorstand Jürgen Werner Barry ablösefrei aus der zweiten israelischen Liga nach Wien, prophezeite, dass er bald zu den violetten Stützen gehören wird. Werner behielt recht. Im Frühjahr zog Werners Nachfolger Tomas Zorn die Option auf Barry, obwohl sich schon abzeichnete, dass er nicht zu halten sein wird. Es ging eigentlich nur darum, der Austria eine Millionenablöse zu sichern. Drei Millionen sind es vorerst, Bonizahlungen können noch dazukommen. Zorn verkaufte den Transfer als Erfolg für die strategische Ausrichtung, Spieler weiterzuentwickeln und ihren Marktwert zu steigern. Das klingt gut, was soll er auch anders sagen? In Wahrheit gibt es bei dem Wechsel einen Verlierer: Austrias Trainer Stephan Helm. Denn Stand jetzt hat er erneut nur einen Kader, der nicht mehr einen Platz zwischen vier und sechs hergeben wird.

Freuen über einen Millionenregen kann sich auch Hartberg. Tormann Tom Titzy Hülsmann, der letzte Saison zehnmal ohne Gegentor blieb, war nicht zu bewegen, noch ein Jahr zu bleiben. Das sorgte für einen neuen Rekordverkauf für die Steirer. Frankreichs Zweitligist Stade Reims zahlte 2,5 Millionen für den 24 jährigen 2,05 Meter-Riesen. Hartberg sucht intensiv einen Nachfolger, der Kommentar von Obmann Erich Korherr klang ähnlich wie der von Zorn: „Das zeigt, welche Möglichkeiten man durch starke Leistungen in Hartberg bekommt!“ Einen lukrativeren Vertrag in der zweiten französischen Liga. Man kann davon ausgehen, dass Hartberg die 2,5 Millionen nicht in die Mannschaft investieren wird, sondern größtenteils in die Infrastruktur.

Der WSG Tirol entschloss sich zu einer Rückholaktion. Nach fünf Jahren kehrt Mittelfeldspieler Nemanja Celic zurück. In der Saison 2020/21, in der es gelungen war, erstmals die Meistergruppe zu erreichen, gehörte er in 29 von 32 Partien zur Startelf. So gut lief es für ihn danach weder in Deutschland bei Darmstadt, noch beim LASK, in Ried oder zuletzt bei Zweitligist St. Pölten. Jetzt soll es mit 27 Jahren einen Neubeginn in Tirol geben: „Er ist für uns eine gezielte Verstärkung“, behauptete Manager Stefan Köck. Für eine Neuigkeit könnte Ried sorgen: Für den ersten Teamspieler der Färöer-Inseln in der Bundesliga. Der 22 jährige, 1,95 Meter große Innenverteidiger Samuel Chukwudi, der auch nigerianischer Staatsbürger ist, steht zur Diskussion. Als Nachfolger von Niki Havenaar. Chukwudis Vertrag in Finnland bei SJK Seinojoki läuft bis Jahresende, daher wäre für ihn eine Ablöse fällig.

Foto: Red Bull Salzburg.

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